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Hitzige Debatten um LKW-Rastplätze

Innenminister Herrmann traf an der A3 bei Leinburg auf Demonstranten - 23.08. 19:13 Uhr

Leinburg  - Obwohl der Freistaat gerade zusätzliche Parkplätze für Lkws entlang der Autobahnen fertigstellen lässt, gibt es weiterhin hitzige Diskussionen unter Naturschützern und Anwohnern über die Notwendigkeit dieser Projekte.

Unter heftigen Protesten von Mitgliedern der Bürgerinitiative Moosbach-Birnthon eröffnet Innenminister Joachim Herrmann die
PWC-Anlage Fuchsmühle.
Unter heftigen Protesten von Mitgliedern der Bürgerinitiative Moosbach-Birnthon eröffnet Innenminister Joachim Herrmann die PWC-Anlage Fuchsmühle.
Foto: Horst Linke
Unter heftigen Protesten von Mitgliedern der Bürgerinitiative Moosbach-Birnthon eröffnet Innenminister Joachim Herrmann die
PWC-Anlage Fuchsmühle.
Unter heftigen Protesten von Mitgliedern der Bürgerinitiative Moosbach-Birnthon eröffnet Innenminister Joachim Herrmann die PWC-Anlage Fuchsmühle.
Foto: Horst Linke

Ein neuartiges Informationssystem soll Lastwagenfahrer künftig über freie Parkplätze auf Autobahnraststätten und Autohöfen informieren. Ein entsprechendes elektronisches Erfassungssystem wird derzeit getestet. Dies teilte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag bei Leinburg (Landkreis Nürnberger Land) mit. Herrmann hatte entlang der Autobahn A3 Prag-Nürnberg einen erweiterten Autobahnparkplatz mit jeweils 37 neuen Lastwagen-Stellplätzen eröffnet. „Sofern die Tests erfolgreich abgeschlossen sind, wollen wir einen ersten größeren Pilotversuch an der Autobahn A9 zwischen Nürnberg und Ingolstadt starten“, kündigte Herrmann an.


Der Freistaat erhofft sich davon eine gleichmäßigere Auslastung der Raststätten. Vor allem an Wochenenden stehen Lastwagenfahrer oft vor überfüllten Rastplätzen und Autobahnraststätten. Nach Herrmanns Angaben sollen Lastwagenfahrer entweder über große Anzeigetafeln entlang der Autobahnen oder auf einer Anzeige im Führerhaus mit Informationen über die Belegung der Rasthöfe versorgt werden.

Doch je länger der routinierte Politiker redete, desto mehr erhitzten sich die Gemüter bei einer Gruppe von zwei Dutzend Demonstranten und Naturschützern. Wütend riefen sie dazwischen, als Herrmann verkündete, dass die Zahl an Stellflächen in Bayern bis zum Jahresende noch um 360 steigen soll. Vertreter der Bürgerinitiative Moosbach-Birnthon fordern lautstark, den Bannwald zu verschonen und einen anderen Ort für den Bau einer Anlage an der A6 zu finden. Sie klagen, ihre Vorschläge würden nicht ernst genommen, derweil bekräftigt Herrmann seine Bereitschaft zum „demokratischen Dialog“.

Für mehr LKW-Stellplätze an der A3: Innenminister Joachim Herrmann  entfernt die Absperrung auf
der Rastanlage.
Für mehr LKW-Stellplätze an der A3: Innenminister Joachim Herrmann entfernt die Absperrung auf der Rastanlage.
Foto: News5 / Ott
Für mehr LKW-Stellplätze an der A3: Innenminister Joachim Herrmann  entfernt die Absperrung auf
der Rastanlage.
Für mehr LKW-Stellplätze an der A3: Innenminister Joachim Herrmann entfernt die Absperrung auf der Rastanlage.
Foto: News5 / Ott

Die Auslastung der Rastplätze solle über Erdmagnetfeldsensoren, Radarsensoren und Videokameras ermittelt werden. Erdmagnetfeldsensoren würden beispielsweise auf der Raststätte Vaterstetten getestet, Radarsensoren und Video auf einigen Raststätten entlang der Autobahn A9 Nürnberg-München. Außerdem will der Freistaat mit Hilfe eines Sonderprogramms des Bundes die Autobahnraststätten Lkw-gerechter ausbauen. Bis zum Jahr 2014 sollen nach Herrmanns Angaben insgesamt 3600 neue Abstellplätze für Lastwagen entstehen. Zwischen 2008 und 2010 seien bereits 927 neue Plätze ausgewiesen worden.

Bis zum Jahresende 2011 stünden weitere 360 zur Verfügung. Abhilfe verspricht sich Herrmann außerdem von einer verstärkten Zusammenarbeit der Autobahndirektionen mit den Betreibern von Autohöfen. Auf Autohöfe, die zusätzliche Lastwagenstellplätze schafften, solle an Autobahnen deutlicher hingewiesen werden. 



dpa/Kevin Gudd

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