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Christian Hirsch ist damit der erste deutsche Sportler mit Down-Syndrom, dem diese Ausdauerleistung gelungen ist. In der Fachwelt galt dies bis vor einigen Jahren noch als unmöglich, da Menschen, bei denen das 21. Chromosom dreimal statt zweimal vorhanden ist, sich anders ernähren müssen und kaum unter Belastung trainieren können.
Junge Menschen mit dem Gen-Defekt sind aber sportlich leistungsfähiger als lange Zeit vermutet. Bislang liefen lediglich der Brite Simon Beresford und der Schweizer Simon Federer erfolgreich über die Marathon-Distanz. Ohne das Vorbild Beresford wäre zudem der Fürther Laufclub 21 nicht gegründet worden.
Beim Zieleinlauf von Christian Hirsch begleiteten viele Freunde und Fans der Down-Syndrom-Marathonstaffel aus Fürth den Oberfranken über die letzte Runde durch das Olympiastadion, in dem sich am Nachmittag bei einer Rekordbeteiligung zum Jubiläumsmarathon über 18000 Läufer getummelt hatten. Dort blieb die Uhr dann bei 6:46:54 Minuten stehen. Anita Kinle vom Fürther Laufclub 21 überreichte einen Pokal. Die Freude war auch bei Coach Bernd Gerber groß, der Christian Hirsch bei seinen Läufen begleitet.
Inzwischen betreibt der Verein in ganz Deutschland ein Netzwerk von Lauftreffs und Laufpatenschaften. In Kürze eröffnet der Laufclub 21 in Fürth eine Beratungsstelle, in der Eltern mit Down-Syndrom-Kindern kostenlos Hilfe und Informationen erhalten.

