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Nach Autopanne bedrängt: Opfer setzte sich zur Wehr

Vorbestrafter 48-Jähriger soll eine Frau zu Boden gedrückt haben - 22.06.2012

NÜRNBERG  - Ein bereits einschlägig vorbestrafter Mann muss sich derzeit vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Er wird der sexuellen Nötigung bezichtigt.

Im Oktober 2011 soll der heute 48-Jährige die Notsituation einer Frau schamlos ausgenutzt haben. Die 54-Jährige hatte mit einer Panne auf der A9 kurz vor der Anschlussstelle Hilpoltstein am Seitenstreifen auf den Abschleppdienst gewartet, als sich der Angeklagte genähert haben soll. Unter einem Vorwand, so die Anklage, lockte er die Frau in ein Gebüsch.

Dort bedrängte er sie, hielt ihre Hände zunächst fest umklammert und packte sie dann am Nacken, um sie zu Boden zu drücken. Die 54-Jährige hatte Angst, vergewaltigt zu werden, und wehrte sich heftig: Durch drei beherzte Kniffe in die Weichteile des Peinigers konnte sie sich aus der Umklammerung lösen und flüchten.

„Chancen ausgetestet“

Besonders prekär: Zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Tat hatte der Angeklagte aufgrund seiner einschlägigen Vorstrafen die richterliche Weisung, keinen Kontakt mit fremden Frauen aufzunehmen. Den Verstoß gegen diese Anordnung räumt der 48-Jährige auch ein. Jedoch streitet er eine böse Absicht seiner Kontaktaufnahme mit der Frau ab.

Zwar gibt er zu, etwaige „Chancen“ bei ihr „ausgetestet zu haben“. Doch wollte er ihr lediglich in ihrer Notlage helfen und sie mit einer aufmunternden Umarmung trösten. Seine Annäherung sei falsch interpretiert worden, das täte ihm sehr leid. Der Prozess wird fortgesetzt. 

tos


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