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Immerhin beginnt sich zaghaft anzudeuten, dass es in der nächsten Kreistagssitzung nach der Sommerpause einen fraktionsübergreifenden Konsens geben könnte, in die Detailplanung für die Bahn einzutreten. Damit können fristgerecht Fördergelder des Bundes und des Freistaats abgerufen werden.
Gegen die StUB hat sich die FDP-Fraktion im Kreistag ausgesprochen: Sie bevorzugt nach Darstellung ihres Sprechers und Landtagsabgeordneten Jörg Rohde vor allem aus finanziellen Gründen, aber auch im Hinblick auf eine schnellere Umsetzung ein „regional optimiertes Busnetz“ (RoBus), das schon für 12,5 Millionen Euro zu haben wäre.
Das Netz einer Stadt-Umlandbahn in Form eines „T“ soll künftig Nürnberg und Erlangen verbinden. Von Erlangen aus würde ein Ast nach Osten in die Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth führen; der westliche Ausleger soll Herzogenaurach als größte Kreis-Kommune erreichen.
Aus der Stadt Herzogenaurach kam jetzt die Zusage, über die Kreisumlage hinaus weitere zehn Millionen Euro für den StUB-Bau locker zu machen. Davon sollen drei Millionen in die Planung fließen, weitere sieben in den Aufbau des Bahnnetzes.
Dem Landkreis läuft die Zeit davon: Will man die Bundes-Fördergelder für die zweijährige Planung abrufen, muss der Förderantrag bis Ende September dem bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie vorliegen.
Ginge alles nach Plan, könnte die Bahn um das Jahr 2020 den Betrieb aufnehmen. Dem stehen derzeit Bedenken vor allem kleiner Gemeinden gegenüber, die fürchten, die anteiligen Betriebskosten nicht schultern zu können.
In der Stadt Erlangen haben sich SPD und Grüne Liste bereits für den Bau der Bahn ausgesprochen, die CSU unter Oberbürgermeister Siegfried Balleis jedoch zögert eine Entscheidung weiter hinaus. Die Stadt Nürnberg hat bereits einen Beschluss für den Bau der StUB.
