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Pius-Bruderschaft weiht sechs Exorzisten

Katholische Kirche erzürnt: Priester hatten keine Genehmigung für umstrittenes Ritual - 10.02. 09:47 Uhr

ZAITZKOFEN  - Exorzismus war im Mittelalter gang und gäbe. Heutzutage unterliegt das „Austreiben des Bösen“ strengen Auflagen. Die in der katholischen Kirche ohnehin umstrittene erzkatholische Pius-Bruderschaft hat nun sechs Studenten zu Exorzisten geweiht.


Bei einem Exorzismus sollen Dämonen und Geister herbeigeholt oder ferngehalten werden – oder sie sollen aus „besessenen“ Menschen ausgetrieben werden. Die katholische Kirche ist gegen die Weihen der Pius-Bruderschaft, weil sie sie zuvor nicht genehmigt hat.
Bei einem Exorzismus sollen Dämonen und Geister herbeigeholt oder ferngehalten werden – oder sie sollen aus „besessenen“ Menschen ausgetrieben werden. Die katholische Kirche ist gegen die Weihen der Pius-Bruderschaft, weil sie sie zuvor nicht genehmigt hat.
Foto: dpa
Bei einem Exorzismus sollen Dämonen und Geister herbeigeholt oder ferngehalten werden – oder sie sollen aus „besessenen“ Menschen ausgetrieben werden. Die katholische Kirche ist gegen die Weihen der Pius-Bruderschaft, weil sie sie zuvor nicht genehmigt hat.
Bei einem Exorzismus sollen Dämonen und Geister herbeigeholt oder ferngehalten werden – oder sie sollen aus „besessenen“ Menschen ausgetrieben werden. Die katholische Kirche ist gegen die Weihen der Pius-Bruderschaft, weil sie sie zuvor nicht genehmigt hat.
Foto: dpa

Die Weihe sei im Rahmen der niederen Weihen üblich, sagte der Leiter des Priesterseminars der Pius-Bruderschaft, Pater Stefan Frey. Die Weihe bedeute aber nicht, dass diese Studenten auch einen Exorzismus ausüben dürften. „Dafür müssen sie zunächst zum Priester geweiht werden und benötigen einen ausdrücklichen Auftrag des Bischofs“, betonte Frey.

Bei einem Exorzismus sollen Dämonen und Geister herbeigeholt oder ferngehalten werden – oder sie sollen aus „besessenen“ Menschen ausgetrieben werden. Die katholische Kirche hat die Priesterweihen der Pius-Bruderschaft in der Vergangenheit scharf kritisiert. Sie sieht darin einen Verstoß gegen das Kirchenrecht, weil weder der Papst noch der für Zaitzkofen zuständige Regensburger Bischof die Weihen genehmigt hat.


Das katholische Ordinariat in Regensburg wollte auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben. „Wenn sich Menschen mit seelischen Problemen an die Kirche wenden, werden sie seelsorgerische und psychologische Hilfe bekommen“, sagte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn, Matthias Kopp. Nur in den allerseltensten Fällen werde um einen Exorzismus gebeten. Aus den vergangenen Jahren sei ihm jedoch kein einziger Fall bekannt.

Fall Anneliese Michel

Das Erzbistum Paderborn beispielsweise hatte 2008 mitgeteilt, dass innerhalb von acht Jahren drei Menschen von einem Seelsorger exorziert worden seien. Das Bistum Eichstätt dagegen untersagte im selben Jahr nach Medienberichten über Teufelsaustreibungen einem Geistlichen weitere Exorzismen. Bundesweit bekannt ist der Fall Anneliese Michel. Die 23-jährige Epileptikerin aus Klingenberg im Bistum Würzburg war 1976 verhungert, nachdem an ihr in bischöflichem Auftrag in vielen Sitzungen der Große Exorzismus vollzogen worden war. Der Fall wurde verfilmt. 



dpa

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