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Radeln ist begehrt in Bayerns Kommunen

Der Freistaat unterstützt eine neu gegründete Arbeitsgemeinschaft der „sportlichen“ Gemeinden - 20.02. 12:00 Uhr

ERLANGEN  - Insgesamt 38 Kommunen aus ganz Bayern haben in Erlangen einen Verein gegründet, um das Thema Radverkehr noch stärker nach vorne zu bringen. Der Freistaat unterstützt die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ (AGFK) mit 150000 Euro.

Ja, mir san mit‘m Radl da: die 1. Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen“, Marlene Wüstner (4.v.l.), Schirmherr und bayerischer Innenminister Joachim Herrmann (3.v.r.) mit einigen Gründungsmitgliedern des neuen Vereins.
Ja, mir san mit‘m Radl da: die 1. Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen“, Marlene Wüstner (4.v.l.), Schirmherr und bayerischer Innenminister Joachim Herrmann (3.v.r.) mit einigen Gründungsmitgliedern des neuen Vereins.
Foto: Bernd Böhner
Ja, mir san mit‘m Radl da: die 1. Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen“, Marlene Wüstner (4.v.l.), Schirmherr und bayerischer Innenminister Joachim Herrmann (3.v.r.) mit einigen Gründungsmitgliedern des neuen Vereins.
Ja, mir san mit‘m Radl da: die 1. Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen“, Marlene Wüstner (4.v.l.), Schirmherr und bayerischer Innenminister Joachim Herrmann (3.v.r.) mit einigen Gründungsmitgliedern des neuen Vereins.
Foto: Bernd Böhner

Dass die Hugenottenstadt die Federführung der Radler-Kommunen übernimmt, kommt dabei nicht von ungefähr: In Erlangen sitzt die AGFK-Geschäftsführung. Marlene Wüstner, die Rechtsreferentin der Stadt, wurde zur 1. Vorsitzenden des neugegründeten Vereins gewählt. Außerdem bekam Erlangen in der Vergangenheit gleich zweimal den Titel „Bundeshauptstadt für Natur- und Umweltschutz“ verliehen. Das ist zwar schon lange her (1990/91). Die Uni- und Siemensstadt verfügt seither aber über ein ausgedehntes Radwegenetz. Obendrein ist Erlangens OB Siegfried Balleis (CSU) als passionierter Radler bekannt.

Einen besonderen Schwerpunkt will der AGFK auf eine bessere Vernetzung der Kommunen legen. So möchten die Initiatoren mit Hilfe von Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit eine radverkehrs-freundliche Mobilitätskultur in den Mitgliedskommunen schaffen. Um Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft werden zu können, muss sich Verkehrspolitik der interessierten Städte, Gemeinden und Kreise durch eine besondere Fahrradfreundlichkeit auszeichnen.



Unterstützt wird die Initiative durch den Bayerischen Städte-, Gemeinde- und Landkreistag sowie durch den Freistaat. „Gerade beim Radverkehr“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), „bringt es wenig, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht. Um den Radverkehr noch stärker zu fördern, brauchen wir gemeindeübergreifende Konzepte.“ Die interkommunale Zusammenarbeit zur Radwegförderung sei deshalb „eine großartige und vorbildliche Sache“, so der Minister, der auch die Schirmherrschaft für die Arbeitsgemeinschaft übernommen hat. Die AGFK erhält in den ersten drei Jahren jeweils bis zu 50000 Euro Fördergelder vom Freistaat.

Bereits beim „Nationalen Radverkehrskongress“ im 2011 in Nürnberg haben sich 14 Städte und Landkreise zusammengeschlossen. Mittlerweile sind es 38. Die Mitgliedskommunen kommen dabei aus jeder Ecke Bayerns — und zwar flächendeckend von Aschaffenburg bis Bad Tölz und von Augsburg bis nach Regensburg. Nürnberg habe sich von Anfang an für das Zustandekommen einer solchen Arbeitsgemeinschaft stark gemacht, so OB Ulrich Maly (SPD).

Dass Kommunen aus ganz Bayern beteiligt sind, freut insbesondere den ersten stellvertretenden Geschäftsführer des Bayerischen Städtetags, Thomas Kostenbader. „Wir erwarten uns von der Arbeitsgemeinschaft auch Impulse für die Energiewende.

Der neugegründete Verein wird sich unter anderem an der Aktion „Stadtradeln“ beteiligen. Die bundesweite Auftaktveranstaltung dafür ist am 15. Juni in Nürnberg.

www.agfk-bayern.de 



MARKUS HÖRATH

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