Nach Angaben des Fahrers (42) war er in dichtem Kolonnenverkehr in Richtung Heilsbronn unterwegs, als der Sportwagen plötzlich rechts ausbrach, die Böschung hinabfiel und sich dabei überschlug. An der Stelle ist Tempo 100 erlaubt, der Tacho zeigte nur etwa 70 Stundenkilometer an, sagt der Werkstattleiter. Er hatte den Wagen von dem Besitzer in Rendsburg (Schleswig-Holstein) zur Inspektion bekommen und war auf einer Probefahrt, als der Unfall passierte.
Der 42-Jährige überstand den Überschlag nahezu unverletzt. Ausgeschlossen sei, dass sich ein Reifen selbstständig gemacht hatte. Alle vier Räder waren nach dem Unfall noch am Auto. Offenbar ist der Lamborghini Diablo GT, Baujahr 1999, von dem es angeblich weltweit nur rund 80 Exemplare gibt, nicht mehr zu reparieren. Die Gitterrahmenkonstruktion ist völlig verzogen.
Unklar ist noch, wer für den Schaden aufkommt. Normalerweise springt in solchen Fällen zuerst die die Versicherung des Eigentümers ein, die Werkstatt — oder ihre Haftpflichtversicherung — muss anschließend für den Schaden des Besitzers aufkommen. Weil es bisher keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gibt, würde nur eine Vollkaskoversicherung zahlen — doch solche Boliden sind wegen der enorm teuren Policen nur selten hundertprozentig abgesichert. Möglicherweise muss nun die Autowerkstatt für den Schaden einstehen.

