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Rossmarkt ohne Rösser

Wegen der Kälte blieben zum traditionellen Aufgalopp in Berching viele Pferde im Stall - 08.02. 14:30 Uhr

Berching  - Wegen der eisigen Temperaturen sind beim traditionellen Berchinger Rossmarkt heuer deutlich weniger Pferde gezeigt worden als erwartet. 75 zum Teil prachtvoll geschmückte Tiere von 30 Besitzern waren am Mittwoch dabei, wie ein Stadtsprecher sagte. Angemeldet gewesen seien rund 125 Tiere von 50 Haltern.


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Klein, groß, bunt, zottelig: Auf dem diesjährigen Rossmarkt in Berching gaben sich am Mittwoch die verschiedensten Pferderassen ein Stelldichein. Trotz Minusgraden ließen sich die Besucher nicht davon abhalten, die Pferdeparade zu bewundern.

Vor der Veranstaltung würden die Pferde normalerweise gewaschen – doch das sei diesmal schwierig gewesen. „Wenn sie nicht trocknen können bei der Witterung, werden sie schlichtweg krank“, sagte er. Auch der von der Stadt erhoffte Besucheransturm hielt sich in Grenzen.

Statt der erwarteten 25 000 Zuschauer kamen laut Polizei nur rund 9000.


Statt der erwarteten 25 000 Zuschauer kamen laut Polizei nur rund 9000 zum Rossmarkt in Berching.
Statt der erwarteten 25 000 Zuschauer kamen laut Polizei nur rund 9000 zum Rossmarkt in Berching.
Foto: dpa
Statt der erwarteten 25 000 Zuschauer kamen laut Polizei nur rund 9000 zum Rossmarkt in Berching.
Statt der erwarteten 25 000 Zuschauer kamen laut Polizei nur rund 9000 zum Rossmarkt in Berching.
Foto: dpa

Einige Pferdehalter kommen seit Jahrzehnten zum größten eintägigen Wintervolksfest in Bayern. Pro Tier bekommen sie eine nach Rassen gestaffelte „Auftriebsprämie“ zwischen 20 und 55 Euro. Die Traditionsveranstaltung geht auf eine jahrhundertealte Berchinger Vorschrift zurück, die von Pferdebesitzern verlangte, ihre Tiere zu Gesundheitsuntersuchungen zu bringen. Von 1926 an gab es dann einen Pferde- und Fohlenmarkt in Berching – zunächst also ein echter Rossmarkt. Heute werden dagegen keine Pferde mehr verkauft.

Überregional bekannt ist der Rossmarkt auch wegen seiner Kundgebungen mit hochrangigen Politikern, meist von der CSU. In diesem Jahr sprach Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU).


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Der Rossmarkt 2012 verlangte allen Teilnehmern eines ab: Kälteresistenz. Bei Minus 15 Grad war der Auftrieb der Rösser im Herzen Berchings eine eiskalte Sache, die trotzdem so manches der anwesenden Herzen - rund 9000 waren gekommen- erwärmen konnte.

„Bayern geht es gut“, sagte sie. Zahlen aus den unterschiedlichsten Bereichen belegten die wirtschaftliche Leistungskraft des Freistaats. Stamm forderte in ihrer Rede auch ein Verbot der rechtsextremen NPD: „Während wir (...) auf der einen Seite Steuergelder dafür aufwenden, um Neonazi-Umtriebe zu verhindern und zu verfolgen, finanzieren wir auf der anderen Seite den politischen Arm dieses braunen Terrors mit.“ Früher stießen vor allem die Reden des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU) auf großes Interesse. Er war zwischen 1973 und 1984 fünfmal in Berching – bis heute ist kein anderer Hauptredner so oft beim Rossmarkt aufgetreten. 1998 kam sogar der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU). 



dpa

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