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US-Armee bleibt trotz mancher Proteste in Ansbach

Standorte in Bamberg und Schweinfurt werden hingegen aufgegeben - 03.02. 20:02 Uhr

ANSBACH  - Es ist entschieden: Die US-Armee schließt die Standorte in Schweinfurt und Bamberg in den nächsten zwei bis drei Jahren, Ansbach bleibt hingegen erhalten.

Mitglieder der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ demonstrierten für einen Abzug der US-Armee aus Ansbach — allerdings vergeblich.
Mitglieder der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ demonstrierten für einen Abzug der US-Armee aus Ansbach — allerdings vergeblich.
Foto: Jim Albright
Mitglieder der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ demonstrierten für einen Abzug der US-Armee aus Ansbach — allerdings vergeblich.
Mitglieder der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ demonstrierten für einen Abzug der US-Armee aus Ansbach — allerdings vergeblich.
Foto: Jim Albright

Seit Tagen waren sie ein offenes Geheimnis, die amerikanischen Pläne. Dennoch ging es sehr konspirativ zu, als Mark Hertling, der Oberkommandierende der US-Streitkräfte in Europa, in Ansbach die betroffenen Oberbürgermeister ins Bild setzte.

Doch im Anschluss an das Gespräch bestätigte Ansbachs Oberbürgermeisterin die amerikanischen Pläne: In Ansbach bleibt alles beim Alten. „In wirtschaftlicher Hinsicht sind wir erleichtert“, sagt Carda Seidel. Immerhin fließe jährlich ein zweistelliger Millionen-Betrag durch die Präsenz der US-Armee in die Stadt.

Über die Zukunft der Standorte war schon vor einiger Zeit entschieden worden, schließlich wollen die USA ihr Militär neu ausrichten: Es soll schneller, effektiver, günstiger werden. Zwei schwere Brigaden werden daher aus Europa abgezogen, eine davon aus Grafenwöhr. Dennoch soll an dem Standort, der ebenso wie Ansbach eine „dauerhafte Einrichtung“ ist, festgehalten werden. Kräfte aus Schweinfurt und Bamberg, an den beiden Standorten sind je rund 3000 Soldaten stationiert, sollen nach Informationen unserer Zeitung nach Grafenwöhr verlegt werden.



Sowohl für Bamberg als auch für Schweinfurt wird das Auflassen der Standorte wirtschaftlich zu verkraften sein: Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé hat bereits angekündigt, man wisse die frei werdenen Liegenschaften gut zu nutzen. Zudem haben sich die Amerikaner schon seit Jahren aus dem Leben in der unterfränkischen Kommune zurückgezogen, heißt es in Schweinfurt. Nur wenige Betriebe seien abhängig von Aufträgen der Army.

Teil des Stadtbilds

In Bamberg gehören die Soldaten mit ihren Familien zwar zum Stadtbild, allerdings herrscht dort permanente Wohnungsnot – verstärkt wurde das erst durch den Doppeljahrgang, der im Oktober an die Universität strömte. Durch den Abzug der Soldaten werden 450 Hektar frei, die Stadt wächst dadurch um fast zehn Prozent. Genug Platz, um neue Wohnungen zu bauen.

Auch in Ansbach hätte es mancher gerne gesehen, wenn die Amerikaner den Standort aufgegeben hätten. Seit Jahren kritisiert die Bürgerinitiative „Etz langt’s“ den Fluglärm um die Kaserne. Auch gestern protestierten Mitglieder für einen Abzug der US-Armee. Vergebens.

  



FRANZISKA HOLZSCHUH

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