Die Schmach seines Lebens erlebte Shoichi Yokoi beim Fischen. Gerade wollte er seine Angeln auslegen, da wurde er überwältigt. Seinen Gegnern, zwei Einheimischen der Pazifikinsel Guam, konnte Yokoi nichts mehr entgegensetzen, seiner Festnahme nicht mehr entgehen, berichteten die Nürnberger Nachrichten. So blieb dem Obergefreiten der kaiserlichen japanischen Armee nur eines übrig: Am 24. Januar 1972 musste er sich ergeben — fast 27 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Dass dieser Krieg, in dem er vermeintlich kämpfte, schon mehr als ein Vierteljahrhundert beendet war, wusste er angeblich nicht. Die Kapitulation Japans im August 1945 — er hatte sie verpasst. Und so war Yokoi dem Prinzip der kaiserlichen japanischen Armee „Niemals ergeben“ Jahr um Jahr treu geblieben.
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