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Berühmtester Fan

Henry Kissinger kam zum Greuther-Fürth-Spiel - 15.09.2012 19:32 Uhr

Natürlich mit Kleeblatt-Schal: Henry Kissinger (re.) wartet mit Vereinspräsident Helmut Hack auf den Anpfiff.

Natürlich mit Kleeblatt-Schal: Henry Kissinger (re.) wartet mit Vereinspräsident Helmut Hack auf den Anpfiff. © rtr


Kissinger emigrierte 1938 mit seiner jüdischen Familie von Fürth in die USA. Danach erlebte der bekannteste Fan des Kleeblatts erst wieder 1992 ein Spiel seines Lieblingsvereins. „Wenn die Spielvereinigung aufsteigt, komme ich wieder“, hatte Kissinger mehrfach angekündigt.

Tee mit Merkel

Gestern war es dann so weit: Nachdem er am Freitag noch mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin Tee getrunken hatte, saß der altgediente Diplomat erwartungsfroh neben Oberbürgermeister Thomas Jung und Vereinspräsident Helmut Hack auf der Haupttribüne des Ronhofs. Anlass seiner kurzen Deutschlandreise, betonte Kissinger, sei freilich der Fußball gewesen, nicht der Tee mit Merkel.

Während der kurzen Pressekonferenz, die dem Spiel gegen den FC Schalke 04 vorausging (Spielbericht auf Seite 4), geizte der Mann mit der berühmten Reibeisenstimme wie gewohnt nicht mit humoristischen Anekdoten. So habe er sich während seiner aktiven Zeit als Politiker stets von der Deutschen Botschaft in Washington über die Spielergebnisse des Kleeblatts informieren lassen. Kissinger: „Ich konnte die Intensität unseres Verhältnisses mit der Bundesrepublik daran messen, wie schnell ich die Resultate erhielt. Wenn die nicht mir zufrieden waren, bekam ich die erst am Dienstag.“

Nach seinen Wünschen für die Zukunft befragt sagte Henry Kissinger trocken: „Ich wünsche mir, dass die Spielvereini-

gung Deutscher Meister wird und die Welt friedlich ist.“ 

kh

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