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Nein, es war kein gutgeschminktes Double: Franz Beckenbauer, der Kaiser höchstpersönlich, kam vor einer Woche zum Fußballschauen bei einer Familie in Hüttendorf bei Erlangen vorbei. Mario und Claudia Ruppert hatten den Besuch der Lichtgestalt beim Preisausschreiben einer Boulevardzeitung gewonnen. So richtig glauben konnten die Rupperts es aber erst, als Beckenbauer zusammen mit Moderator Gerd Rubenbauer tatsächlich in ihrem Garten stand. Mit Hilfe einer Großbrauerei, die die Aktion mitsponsorte, verwandelte sich das Grundstück der Familie in eine kleine Fan-Meile mit Kühlwagen, Bedienungen und extra angeliefertem Ausweich-Klo. Die Hauptattraktion für die 40 Gäste der Rupperts war aber natürlich Beckenbauer. Der scherzte übers Mikrofon, lächelte in die Kameras und schrieb Autogramme. Als das Spiel Deutschland gegen Dänemark begann, hieß es aber auch für den Kaiser: högschde Konzentration auf Jogis Elf! Beckenbauer fieberte mit, jubelte und stöhnte. „Wenn ich ein Spiel ansehe, bin ich so konzentriert — neben mir könnte eine Blaskappelle spielen und ich würde sie nicht hören“, meinte er. Nach dem Match hieß es dann „Spot aus“ — die Lichtgestalt entschwand wieder gen Süden.
Da hatten die Roten eindeutig die Nase vorn: Bei der Benefiz-Regatta auf dem Dutzendteich zugunsten des Klinikums Nürnberg gewann der „Sozi-Vierer“ der SPD mit Stadträtin Ilka Soldner, dem Landtagsabgeordneten Stefan Schuster, SPD-Geschäftsführer Olaf Schreglmann und dem Stadtkämmerer Harald Riedel. Der „Schwarze Kreuzer“ der CSU, unter anderem mit MdB Michael Frieser, kam als Zweiter ins Ziel.
Auf Platz drei gelangte die Wirtschaft mit Kai Friedrich, Chef des Hauptsponsors Cortal Consors, die Chefetage des Klinikums belegte den letzten Platz.
Seit 2005 veranstaltet die Mainzer Stiftung „Leben mit Krebs“ die Benefiz-Rennen in ganz Deutschland. In Nürnberg fand die Aktion zum ersten Mal statt und war mit 400 Teilnehmern die bisher größte Regatta.
Elegante Abendroben gab es wieder beim Sommernachtsball der Fürther CSU zu sehen. Zum achten Mal lud der Kreisverband im malerischen Ambiente des Burgfarrnbacher Schlosses zum Tanz. Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft waren der Einladung gefolgt. Die Fürther Stadträtin Andrea Heilmaier eröffnete als Hauptorganisatorin den Ball. Auch der Kreisvorsitzende Michael Au und der Bundestagsabgeordnete Christian Schmidt wagten mit ihren Damen einen Ausflug auf die Tanzfläche. Für Begeisterung sorgte der Auftritt der Fürther Sängerin Leonie Neubert, bekannt durch die RTL– Castingshow „Das Supertalent“. Ihr Abendkleid stammte von Designerin Simone Weghorn, die auch eine Robe für die Tombola stiftete.
Der Simmelsdorfer Goldkünstler Werner Erlacher hat einen ungewöhnlichen Ausstellungsort gewählt: Seine Gemälde und Skulpturen sind zurzeit im Tierheim Feucht (Fellastraße 4) zu sehen. Hintergrund ist, dass der Künstler 40 Prozent des Verkaufserlöses dem Tierasyl stiftet. Der Tierheim-Vorsitzende Herbert Sauerer freute sich über die Unterstützung. Das Tierheim ist auf Sponsoren wie Erlacher angewiesen, schließlich deckt es seine Ausgaben überwiegend über Spendengelder. Die Bilder sind noch drei Wochen zu sehen.
Seinen 85. Geburtstag feierte letzten Sonntag der Ehrenbürger der Stadt Nürnberg, Oscar Schneider. Der Bezirksverband der CSU Nürnberg-Fürth-Schwabach, dessen Ehrenvorsitzender Schneider ist, gab im Historischen Rathaussaal einen feierlichen Empfang für ihn. Die Laudatio hielt der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. Er hob Schneiders Verdienste als Bundesbauminister hervor (von ihm stammt der Entwurf für die Kuppel auf dem Berliner Reichstag) und lobte dessen „fränkische Beharrlichkeit“. Der CSU-Bezirksvorsitzende Markus Söder nannte Schneider, dessen Einsatz das Doku-Zentrum zu verdanken ist, eine „moralische Instanz in der Stadt“. Der Jubilar selbst dankte am Ende seiner bildnisreichen Rede seiner Frau und seinen Töchtern. Die Humanisierung der Politik beginne in der Familie, betonte er. Und davon wünsche er sich mehr. Die rund 300 Gäste spendeten Schneider stehende Ovationen.