19°C

Dienstag, 22.07. - 11:20 Uhr

|

BLITZLICHT: Echte Fans und zwei ungleiche Pilger

14.04.2012 19:23 Uhr

Das Traumpaar der Volksmusik: Marianne und Michael auf dem Nürnberger Frühlingsfest.

Das Traumpaar der Volksmusik: Marianne und Michael auf dem Nürnberger Frühlingsfest. © Friedrich


So ein bisschen Regen und beinahe winterliche Temperaturen um die vier Grad kann einen echten Volksmusikfan doch nicht schrecken: Und so strömten am vergangenen Sonntagnachmittag immerhin an die 2000 Gäste ins Papert-Festzelt auf dem Nürnberger Frühlingsfest um Marianne und Michael Hartl — das Traumpaar der Volksmusik zu sehen und zu „Heimatglück und Alpenglüh’n“ und „Heut kuschel ich mit dir“ ein bisschen mitzuschunkeln.

Der neue Festzeltbetreiber Jürgen Papert zeigte sich angesichts des zu zwei Dritteln gefüllten Zeltes sehr zufrieden, zumal der wiedereingeführte Frühschoppen zuvor weit weniger Gäste angezogen hatte, als erwartet. „Die Leute müssen sich erst einmal daran gewöhnen, dass so etwas wieder auf dem Volksfest angeboten wird. Ist ja klar, dass im ersten Jahr nicht alles reibungslos klappt. Wir müssen auch erst dazulernen“, so Papert.

Für seine Gäste hat sich der erfahrene Gastronom neben Frühschoppen aber noch einiges mehr einfallen lassen: Am heutigen Sonntag etwa tritt um 14 Uhr der japanische Meisterjodler Takeo Ischi auf. Am Montag, 16. April, gibt es um 18 Uhr einen „Rosa Trachtenabend“, bei dem als besonderes Highlight eine Travestie-Show geboten wird. Und am Donnerstag, 19. April, erwartet die Besucher im Papert-Festzelt wie in allen anderen Festzelten ab 18 Uhr natürlich die traditionelle „Ladies Night“.

***

Boutiquen-Besitzerin Dominic Armbrüster mit Reiner „Calli“ Calmund.

Boutiquen-Besitzerin Dominic Armbrüster mit Reiner „Calli“ Calmund. © privat


Bei Currywurst mit Pommes Frites kamen sie ins Gespräch: Boutiquen-Besitzerin Dominic Armbrüster traf Autor Reiner Calmund bei der Vorstellung seines Buches „Eine Kalorie kommt selten allein“. Bei Tisch sprach „Calli“ vor allem vom Essen und Dominic Armbrüster von Diäten. Ganz Gentleman bescheinigte Calmund der Nürnbergerin daraufhin, dass sie diese sicher nicht nötig habe. „Er ist wirklich sehr sympathisch und ein ,dicker‘ Freund“, schrieb uns Dominic Armbrüster in einer E-Mail danach begeistert.

***

Sich eine Choreographie ausdenken? Liedertexte selbst schreiben? Am Ende gar ein Stück Broadway mitgestalten? Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren haben jetzt die Möglichkeit dazu: Der Fürther Südstadttreff (Frauenstraße 13) bietet ab Mitte April die Chance, an einer Tanz-Theaterproduktion mit dem Titel „Südside-Story“ mitzuwirken. Ziel des Projekts ist die Förderung von Integration durch die Einbeziehung unterschiedlicher kultureller Hintergründe, die in den Handlungsstrang eingebaut werden. Geleitet wird das Projekt von Tanzpädagogin Leanne Meier, Autorin Eva-Maria Schuster, Marketingfachmann Alexander Stock und Kampfkunstlehrer Oliver Armbrecht.

Die Produktion startet mit einem Casting am 19. April ab 17 Uhr im Südstadttreff. Bis Montag, 16. April, kann man sich dafür noch anmelden. Der Bewerbungsbogen kann direkt im Südstadttreff abgeholt oder im Internet unter www.jt-suedstadt.fuerth.de heruntergeladen und dann per Mail an suedstadttreff-fue@nefkom.net geschickt oder persönlich abgegeben werden.

***

Ein ungewöhnliches Wandergespann: Die beiden Jakobsweg-Pilger Bülent Babayigit (rechts) und Pino Fusaro.

Ein ungewöhnliches Wandergespann: Die beiden Jakobsweg-Pilger Bülent Babayigit (rechts) und Pino Fusaro. © Dressler


Ein katholischer Christ und ein Moslem gemeinsam auf Pilgertour nach Santiago de Compostela — das dürfte Seltenheitswert haben: Und das hoffen der Nürnberger Gastronom Pino Fusaro und sein Freund Bülent Babayigit auch, schließlich wollen sie mit ihrer Wanderung ein Zeichen setzen. Die gemeinsame Unternehmung soll für Liebe und Toleranz stehen und den friedlichen Gedanken, der in jeder Religion steckt, unterstreichen.

Vor allem Babayigit hat sich in den Kopf gesetzt, für den Gedanken des Friedens Richtung Nordspanien zu ziehen. Er will zeigen, dass ein Moslem keine Probleme damit hat, auf dem christlich geprägten Jakobsweg unterwegs zu sein. Im Gegensatz zu Fusaro, der die Strecke bereits fünfmal (!) hinter sich gebracht hat, ist es für den 42-Jährigen das erste Mal. Dreieinhalb bis vier Monate haben die beiden für die rund 3000 Kilometer veranschlagt, vergangene Woche haben sie sich auf den Weg gemacht.

Die auflagenstarke türkischsprachige Tageszeitung Hürriyet mit Redaktionssitz in Istanbul ist auf die beiden bereits aufmerksam geworden und wird demnächst groß über das muslimisch-christliche Wandergespann berichten. Und Babayigit erhofft sich noch mehr: „Vielleicht wird sogar der Papst auf unsere Unternehmung aufmerksam.“ (dre)

***

Auch Ex-Playmate Giuliana Marino (links) und Ex-Volksfestkönigin Kathrin Kohlmann ließen sich den Wirtschafts- und Medienstammtisch nicht entgehen.

Auch Ex-Playmate Giuliana Marino (links) und Ex-Volksfestkönigin Kathrin Kohlmann ließen sich den Wirtschafts- und Medienstammtisch nicht entgehen. © Friedrich


Volles Haus beim Gigerlas Lössel am Nürnberger Frühlingsfest: Rund 400 Gäste stärkten sich, unterstützt von Sparkasse und Tucherbrauerei, beim traditionellen Wirtschafts- und Medienstammtisch — natürlich nicht nur mit wunderbar rösch gebratenen Hähnchen und würzigem Volksfest-Sud, sondern mit vielen anregenden Begegnungen in trauter Runde. Entsprechend gut gelaunt sah man IHK-Präsident Dirk von Vopelius und Mit-Präsidiumsmitglied Christine Bruchmann (Fürst Gruppe) von Tisch zu Tisch wechseln.

Bestens vertreten waren neben Parlamentariern und Bürgermeistern, auch aus dem Umland, bekannte Wirte wie Gregor Lemke (in zünftiger Tracht) oder Peter Noventa sowie mit Ex-Polizeipräsident Gerhart Hauptmannl, dem aktuellen „Vize“ Roman Fertinger und dem Bepo-Chef Werner Süßmann die Ordnungshüter. Und fürs nächste Altstadtfest holte sich Rechtsanwalt Jörg von Rochow mit Kurt Raum (Ex-Flughafensprecher) und Peter Brandmann (THW) schon mal ein paar Anregungen. Natürlich gingen auch Lucius A. Hemmer (Intendant Nürnberger Symphoniker) und Matthias Henkel, Chef der städtischen Museen, die Gesprächsthemen nicht aus, während Inge Weise als Vorsitzende der Bürgerstiftung die Fühler ausstreckte, um Partner für neue Projekte zu gewinnen.

Als Benefizaktion des Abends rührte die Tucherbrauerei die Werbetrommel für den Verein Humedica und dessen Spendenprojekt „Brunnen für Äthiopien“. Wie sichergestellt ist, dass die Hilfe tatsächlich wirkt, schilderten Mitarbeiter des in Kaufbeuren ansässigen Vereins an einem Informationsstand.

Mit etwas weniger Prominenz und umso mehr buntem Spektakel stimmten am folgenden Abend Folkloregruppen, ein Drachenzug und die mitreißende Frauenband Translola aus der Partnerstadt Krakau auf die Fußball-EM in Polen und in der Ukraine ein. Der Countdown läuft: In acht Wochen ist Anpfiff. (woh) 

mai

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.