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An keinem anderen Termin im Jahr finden sich so viele Prominente in Nürnberg ein wie beim Neujahrsempfang der Stadt. Das liegt an dem wohl größten Marktplatz der Begegnungsmöglichkeiten, aber sicher auch am riesigen Verteiler. Über 2500 Karten gingen diesmal raus. 1400 Gäste nahmen schließlich in dieser Woche auf Einladung von Oberbürgermeister Ulrich Maly an dem gesellschaftlichen Ereignis im Messezentrum teil. Zu hören bekamen sie eine ungewöhnliche, philosophische Rede des Stadtoberhaupts.
Doch fast noch wichtiger als die Reden sind die vielen Gespräche am Rande des Empfangs. Da treffen schon mal die früheren politischen Kontrahenten, Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein und Altoberbürgermeister Peter Schönlein, aufeinander, der mittelfränkische DGB-Chef Stephan Doll und die CSU-Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl oder der Unternehmensvorstand Professor Dieter Kempf (Datev) und die Vorstandsvorsitzende der Stadtmission, Gabriele Sörgel. Die Lacher hatte aber Nürnbergs Bürgermeister Horst Förther auf seiner Seite mit der Bemerkung, dass bisher der Winterdienst in Nürnberg doch ganz gut geklappt habe. Anders als bei der Winterdienst-Katastrophe vor zwei Jahren hat es der städtische Servicebetrieb Sör diesmal aber auch noch nicht mit nennenswerten Schnee- und Eismassen zu tun gehabt.