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Lyrik und Poesie im Grünen

Im Erlanger Schlossgarten dreht sich heute alles noch einmal ums gedruckte Wort - 25.08.2012 18:50 Uhr

Erlangen  - Am vierten und letzten Tag des 32. Erlanger Poetenfestes dreht sich am Sonntag noch einmal alles um das gedruckte Wort — meist unter freiem Himmel, oder in Erzählräumen wie der barocken Orangerie und dem Markgrafentheater.

Der Literatur-Samstag im Erlanger Schlossgarten hielt, was der Sonntag erst noch verspricht: „Kann man Schreiben lernen?“ hieß es dort gestern beispielsweise.
Der Literatur-Samstag im Erlanger Schlossgarten hielt, was der Sonntag erst noch verspricht: „Kann man Schreiben lernen?“ hieß es dort gestern beispielsweise.
Foto: Erich Malter
Der Literatur-Samstag im Erlanger Schlossgarten hielt, was der Sonntag erst noch verspricht: „Kann man Schreiben lernen?“ hieß es dort gestern beispielsweise.
Der Literatur-Samstag im Erlanger Schlossgarten hielt, was der Sonntag erst noch verspricht: „Kann man Schreiben lernen?“ hieß es dort gestern beispielsweise.
Foto: Erich Malter

Im Schlossgarten lesen und diskutieren ab 14 Uhr die AutorInnen Nora Bossong, Michael Maar, Anne Weber, Julia Schoch, Michael Buselmeier, Gerhard Seyfried und Jenny Erpenbeck. Kinder- und Jugendbuchautoren präsentieren auf dem eigenen Jungen Podium Literatur für alle Altersgruppen.

Gestartet wird am Vormittag um 11 Uhr im Markgrafentheater mit der Diskussion zur Frage „Wer hat die Macht im Staat?“ mit Daniela Dahn, Friedrich Dieckmann, Mathias Greffrath, Roland Roth und Christoph Schwennicke. Dass Europa mehr bedeutet als Bankenkrise und Euro-Rettung, diskutieren um 17 Uhr in der Orangerie Dieter Bachmann, Hans Christoph Buch, György Dalos und Olga Martynova unter dem Titel „Schafft sich Europa ab?“.


Der sehr aktuellen Urheberrechtsdebatte will Florian Felix Weyh im Gespräch mit Uwe Jochum, Wilfried F. Schoeller und Benjamin Stein auf den Grund gehen. Mit der „Literatur-Verteidigerin“ Sigrid Löffler und dem „Vor- und Nachdenker“ der deutschen Einheit Friedrich Dieckmann werden zwei Persönlichkeiten gewürdigt, deren Namen eng mit dem Poetenfest verbunden sind. Dieckmann erinnert auch im Markgrafentheater um 18.30 Uhr mit Daniela Dahn, Sonja Hilzinger und Kathrin Schmidt an die im vergangenen Jahr verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf.

Ein Bogen von der Ukraine nach Belgien

Bereits um 14 Uhr in der Orangerie spricht anlässlich ihres neuen Romans „Das grüne Zelt“ die russische Autorin Ljudmila Ulitzkaja über die Chancen für Bürgerrechte und Zivilgesellschaft im heutigen Russland. Jörg Baberowski diskutiert sein mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnetes (umstrittenes) Sachbuch „Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt“.

Hanjo Kestings geht mit seinen „Grundschriften der Europäischen Kultur“ auf literarische Spurensuche, die Zeichnerin Vika Lomasko dokumentiert jüngste Prozesse gegen russische Künstlerinnen und Künstler. Letzter Höhepunkt des Lyrik- und Poesie-Festes ist um 20.30 Uhr im Markgrafentheater Jean-Philippe Toussaint im Gespräch mit Verena Auffermann und einer Lesung in französischer und deutscher Sprache.

Bilderstrecke zum Thema
Wie immer lockt das Poetenfest die Erlanger Bücherwürmer. Zahlreiche Autoren stellen dort ihre Neuerscheinungen vor. Im Schlossgarten konnten sich die Zuhörer entspannt auf der Liegewiese platzieren. Und bei der Sontagsmatinee wurde über die Macht des Staats disktutiert.



Toussaint gilt als literarischer Verführer: Schon mit dem Erscheinen seines ersten Romans „Das Badezimmer“ machte sich der belgische Schriftsteller in der französischsprachigen Literaturlandschaft einen Namen als wichtiger Erneuerer des Romans.

  

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