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»Seehofer stigmatisiert viele Menschen in Bayern, spaltet unser Land und erweist dem inneren Zusammenhalt in Bayern einen Bärendienst», sagte Rinderspacher. »Seehofer hat offensichtlich in der Tagespolitik die Rolle des Rechtspopulisten für sich entdeckt und hofft, mit dem Bedienen fremdenfeindlicher Ressentiments seiner Partei zu besseren Umfragewerten zu verhelfen.»
Rinderspacher verwies darauf, dass sich Sozialministerin Christine Haderthauer und Kultusminister Ludwig Spaenle (beide CSU) gleichzeitig um bessere Integration bemühten. »Und Seehofer buhlt mit abgeschmackten Signalen um Wählerstimmen am rechten Rand.» Ausgerechnet zum Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan beweise Seehofer mit Stammtischparolen mangelndes Fingerspitzengefühl. Der CSU-Chef solle sich auf die »christlich abendländische Tradition Bayerns besinnen», sagte Rinderspacher. »Das beinhaltet den Respekt vor anderen Kulturen, ohne die eigene Kultur zu relativieren.»

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