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Bau, Verkehr, Energie

Campus of Technology entwirft die Stadt der Zukunft - 05.02.2013 10:00 Uhr

Nürnberg  - Als ein ineinandergreifendes Räderwerk, dessen einzelne Komponenten eigenständig aktiv, aber auch interdisziplinär miteinander verknüpt sind – so stellt die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg ihre Aktivitäten auf dem weiten Feld der Energieforschung dar. Hier Teil 2: der Nuremberg Campus of Technology

Der Begriff smart city steht für eine Stadt der Zukunft, in der Lebensqualität, Energieeffizienz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. So wie auf unserem Bild stellen sich zum Beispiel Wissenschaftler in dem fernöstlichen Land Myanmar (früher Burma) eine smart city vor.
Der Begriff smart city steht für eine Stadt der Zukunft, in der Lebensqualität, Energieeffizienz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. So wie auf unserem Bild stellen sich zum Beispiel Wissenschaftler in dem fernöstlichen Land Myanmar (früher Burma) eine smart city vor.
Foto: Paragkhanna.com
Der Begriff smart city steht für eine Stadt der Zukunft, in der Lebensqualität, Energieeffizienz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. So wie auf unserem Bild stellen sich zum Beispiel Wissenschaftler in dem fernöstlichen Land Myanmar (früher Burma) eine smart city vor.
Der Begriff smart city steht für eine Stadt der Zukunft, in der Lebensqualität, Energieeffizienz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. So wie auf unserem Bild stellen sich zum Beispiel Wissenschaftler in dem fernöstlichen Land Myanmar (früher Burma) eine smart city vor.
Foto: Paragkhanna.com

Was bedeutet NCT?

NCT ist die Abkürzung für Nuremberg Campus of Technology. Der Begriff „Campus“ hat dabei weniger eine räumlich geographische als vielmehr eine ideelle Bedeutung: „Beim NCT handelt es sich um eine Kooperationsplattform von Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg und Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg“, erklärt Prof. Marion Merklein, die als derzeitige Dekanin der Technischen Fakultät in Erlangen automatisch als NCT-Sprecherin fungiert.

Zum Hintergrund:

Immer wieder geistert die Idee herum, die Metropolregion Nürnberg brauche eine Technische Universität (TU) – so wie München. Dabei wird gerne übersehen, dass die Technische Uni-Fakultät der FAU nicht nur seit langem alle Aufgaben einer TU erfüllt, sondern auch größer ist als so manche „echte“ TU in Deutschland allein.

Dazu kommt: Die Metropolregion verfügt mit der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg über eine hoch renommierte – ebenfalls recht technisch orientierte – Fachhochschule, die sich derzeit sogar berechtigte Hoffnungen macht, zur Technischen Hochschule aufgewertet zu werden. Ein Zweck des NCT ist es also, die Stärken von Uni und „Ohm“ herauszustellen, Synergieeffekte zu nutzen und so das Gerede von einer TU in Nordbayern zu stoppen.

Thema:


Prof. Marion Merklein ist Sprecherin des NCT.
Prof. Marion Merklein ist Sprecherin des NCT.
Foto: Andre De Geare
Prof. Marion Merklein ist Sprecherin des NCT.
Prof. Marion Merklein ist Sprecherin des NCT.
Foto: Andre De Geare

„Inhaltlich geht es im NCT um das Thema smart cities, also den Städten der Zukunft als Lebensraum für den Menschen“, sagt Prof. Merklein. Schon derzeit entfallen auf die Städte zwei Drittel der weltweit verbrauchten Energie sowie 60 Prozent des Wasserverbrauchs. Zu 70 Prozent tragen die Städte zum weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen bei. Und die Tendenz ist steigend.

Deshalb werden nachhaltige Stadtentwicklung, sinnvolle Verkehrsplanung und energieeffiziente Gebäude immer bedeutsamer für die Lebensqualität und den Umweltschutz. „Die Ressourcen werden immer knapper, aber unser Lebensstandard soll mindestens erhalten bleiben“, fasst Merklein das Kernproblem zusammen.


Konkret werden die Arbeiten des NCT in fünf Bereiche unterteilt:

  • Automatisierung/Produktion
  • Bau und Umwelt
  • Verkehrsplanung/Mobilität
  • Sicherheit
  • Energietechnologien

 

Energieaspekt:

Besonders der zuletzt genannte Aspekt, aber auch die anderen vier NCT-Forschungsbereiche zum allgemeinen Schwerpunkt smart cities haben einen direkten Bezug zur Energieforschung. „Überall, wo sich Schnittstellen ergeben, werden wir vom NCT eng mit Wissenschaftlern vom Energie-Campus Nürnberg (EnCN) zusammenarbeiten,“ sagt Marion Merklein.

Aufbau:

Für den Aufbau des NCT hat der Freistaat Bayern beschlossen, dass zehn neue Lehrstühle an der FAU und zehn neue Professuren an der Ohm-Hochschule geschaffen werden. Alle neuen Professoren sollen „Auf AEG“ in Nürnberg untergebracht werden, wo auch schon Teile des Energie-Campus angesiedelt sind.

Finanzierung und Zeitplan:

Dabei gibt es ganz wesentliche Unterschiede zwischen Energie-Campus (EnCN) und dem Nuremberg Campus of Technology (NCT). Der EnCn wird für einen relativ kurzen Zeitraum von fünf Jahren aus bayerischen Sonderprogrammen finanziert. Die sogenannte Anschlussfinanzierung ist vorerst noch offen.

Der Nuremberg Campus of Technology dagegen ist im bayerischen Staatshaushalt verstetig, so der Fachausdruck. Das bedeutet: Jahr für Jahr werden ein neuer Lehrstuhl für die Uni und eine neue Professur am Ohm aus regulären Haushaltsmitteln eingerichtet und anschließend dauerhaft finanziert. Der erste Uni-Lehrstuhl (für Ressourcen- und Energieeffiziente Produktionsmaschinen) und die erste Ohm-Professur (für Steuerungstechnik) wurden im Jahr 2012 geschaffen, in beiden Fällen läuft derzeit das Berufungsverfahren.

Wenn der Ausbau des NCT in diesem Rhythmus weitergeht, wäre er in etwa zehn Jahren abgeschlossen. Im schlimmsten Fall ist also das Szenario denkbar, dass der Nuremberg Campus of Technology dann voll im Einsatz ist, wenn es den Energie-Campus schon seit fünf Jahren nicht mehr gibt. Die Verantwortlichen sind jedoch recht zuversichtlich, dass sie die Staatsregierung davon überzeugen können, auch den EnCN dauerhaft zu finanzieren.

Studium:

Ein wichtiger Aspekt des NCT soll neben der Forschung auch die Lehre sein. FAU und „Ohm“ wollen Studien-Module wechselseitig anrechnen und bestimmte Infrastrukturen wie Labore gemeinsam nutzen. Zudem streben beide Seiten an, herausragenden Studierenden der Fachhochschule den Wechsel an die Universität zu erleichtern und kooperative Promotionen zu fördern. 

hlo


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