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Extra-Tour für Nachtschwärmer

Runter vom Sofa und raus ins Leben - Konzerte, Partys, Comedy und Vorträge - 09.08.2013 11:30 Uhr

Party

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MITTWOCH, 22. Oktober

Leif kommt aus Norwegen und hat praktischerweise die Zukunft im Gepäck. Zusammen mit seiner Band The Future erforscht er laut Vorankündigung „die Außengrenzen des Pop und lässt live auch gerne mal die Trance eines Afrobeat-Revivals mit einfließen“. Klingt aber in meinen Ohren immer noch sehr nach Depeche Mode. Nachprüfbar im Nürnberger MuZ-Club (Fürther Straße 63, 20.30 Uhr).

Na da schau her, die gibt’s auch noch: Hinter der Band Wingenfelder verbergen sich die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder, einst Köpfe der ziemlich erfolgreichen Band Fury in the Slaughterhouse. Jetzt singen sie auf Deutsch, sind ihrem Alter gemäß etwas nostalgisch geworden, schwören aber immer noch auf große Popmelodien. Live im Nürnberger Hirsch (Vogelweiherstraße 66) um 20 Uhr.

In Erlangen stellen die Acoustic Grunger Burn Out Sunday ihr neues Album „On different Roads“ um 21 Uhr im Strohalm (Hauptstraße 107) vor.

Zeitgleich schmachten die kanadischen Folk-Rock-Rocker Owls by Nature im E-Werk (Fuchsenwiese 1) zu Steel Guitar, Banjo und Stromgitarre. Im selben Haus streicheln bereits ab 20 Uhr die smarten A-Capella-Popper Viva Voce ihr Ego. So heißt nämlich deren neues Album.


DONNERSTAG, 23. Oktober

Wie wär's mal wieder mit Theater? Das Gostner Hoftheater (Austraße 70, Nürnberg) hat Tilmann Seidels Inszenierung von „Scherbenpark" nach dem Erfolgsroman von Alina Bronsky wieder auf den Spielplan gesetzt: Das Viertel der 17-jährigen Sascha ist eine Hochhaussiedlung, auch „Russenghetto“ genannt. Hier geht es laut, blutig und derb zu, und hier lebt sie mit zwei jüngeren Geschwistern und einer entfernten Verwandten, Maria. Die hat sich seit der Tragödie, die die Familien mutterlos gemacht hat, um die Kinder kümmert. Sascha, hochintelligent und wütend, ist entschlossen, ihre Mutter zu rächen und für ihre Geschwister zu sorgen. Doch die Geschichte entwickelt sich in eine andere Richtung, als sie den Journalisten Volker und dessen Sohn Felix kennenlernt; Beginn 19 Uhr.

„Alle Bands wollen ständig den Rock’n’Roll neu erfinden, wir schreiben stattdessen einfach gute Songs“, sagen Subwave und bekommen dafür gleich mal fünf Sympathiepunkte. Wie gut die Songs tatsächlich sind, wird sich ab 20 Uhr im Nürnberger MuZ-Club (Fürther Straße 63) zeigen. Mit von der Partie sind auch die Heavy-Rocker Morbid Sky und die Hardrock-Band Silent Sentinel.
Dass man, um ordentlichen Lärm zu machen, nicht unbedingt Stromgitarren braucht, beweist die US-amerikanische Youngblood Brass Band. Die mischen ihrem hammerhart groovenden Blechbläsersound gerne Funk- und HipHop-Grooves unter und knallen mächtig rein – Ohrstöpsel sind beim Konzert im ErlangerE-Werk (Fuchsenwiese 1, 21 Uhr) ratsam.

Kleine Geschichten aus dem Leben, die manchmal sonnig und warm und manchmal nachdenklich und leise klingen, kredenzt das Duo Torey Velvet bei „Umsonst & Drinnen“ in der Kellerbühne des Erlanger E-Werks ab 21 Uhr. Mehr als zwei Stimmen, eine Gitarre und ein Piano brauchen die beiden nicht, um einen charmanten Song zu schaffen.

 

FREITAG, 24. Oktober

Speziell für Frühaufsteher: Heute um 12 Uhr spielen in der Nürnberger Mensa auf der Insel Schütt (Andreij-Sacharow-Platz 1) der Pianist Roman Gabla und der Saxophonist Oliver Marec gemeinsam ein Mittagskonzert.

Ihre Band Wir sind Helden pausiert zwar, eine Heldin bleibt sie aber trotzdem: Judith Holofernes stellt ihr erstes Soloalbum „Ein leichtes Schwert“ im Erlanger E-Werk vor (Fuchsenwiese 1, 20 Uhr). 80er Jahre New-Wave-Punk, NDW, 60s Beat, Rock’n’Roll, Country, Zydeco und Indie Rock liefern das musikalische Gewand für diese gut gelaunte, äußerst tanzbare Kanonade an herrlich bescheuerten Abzählreimen, klugen Beziehungsanalysen, überdrehten Verweigerungshymnen und gar putzigen Liebesbekundungen.

Im Fürther Gelben Löwen (Gustavstraße 41) lassen derweil die Très Biens den guten alten Pub Rock wieder aufleben. Die Band widmet sich mit maximaler Spielfreude erfrischend undogmatischen Coverversionen von Helden wie Wreckless Eric, The Knack, Bishops, Nick Lowe, Dr. Feelgood, The Damned und vielen anderen. Danach wird weitergefeiert, und zwar mit der Liga der außergewöhnlichen Liedauswähler: Rock'n'Roll, 60s, Ska, Funked Up Country Soul und Good Mood Music stehen auf dem Programm.

Die Nürnberger HipHop-Szene trifft sich unterdessen im MuZ-Club (Fürther Straße 63, 20 Uhr). Die Live-Acts LACA, Nemo Nemesiz, Tim Taler, Bobby Prime und Lazy Lu werden ein weiteres mal die Vielfältigkeit und hohe Qualität der lokalen Community unter Beweis stellen.

Im Nürnberger Hirsch (Vogelweiherstraße 66) machen die hessischen Krawallbrüder Serum 114 ein Fass auf: knalliger Punkrock mit stadiontauglichen Mitgröl-Refrains, Beginn 20 Uhr.

Die Konkurrenzveranstaltung hierzu gibt’s um 20.30 Uhr im Nürnberger Löwensaal (Am Tiergarten): „Einen aufwühlenden, abwechslungsreichen Trip durch zornig-zynischen Nihilismus, rauhromantische Tragikomödien, ungestüme Wutausbrüche und strengvegane Selbstzerfleischung“ verspricht die Punk-Combo Wizo.

Eine ganze Horde höchst versierter DJs hat sich für die Techno-Party „Super Klub“ im Hirsch angemeldet. Allen voran der Berliner Oliver Koletzki, der das schöne Motto vorgibt: I am okay. Klingt irgendwie dufte; Beginn 23 Uhr, Ende unabsehbar.

Ähnliches Programm, aber fatalistischere Weltsicht: Steil Bergab geht’s in (aber hoffentlich nicht mit) der Nürnberger Desi (Brückenstraße 23) – dabei wird doch nur feine elektronische Tanzmusik zwischen Techno und House kredenzt; Beginn 23 Uhr.

Wundern muss man sich auch über den das Motto im Erlanger E-Werk: The Cannonball Banana. Die Kanonenkugel Banane? HipHop und Electro machen doch eher „bumm“ als „flatsch“. Egal: Beginn ebenfalls um 23 Uhr.


SAMSTAG. 25. Oktober

Erstsemester in Ansbach und Triesdorf aufgepasst: Gegen Vorlage eurer Imma dürft ihr kostenlos eure neue Wahlheimat von ihrer rockigen Seite kennenernen und auf der ältesten und größten Alternative Party Westmittelfrankens abtanzen. Nämlich beim „Say hello to Empire!“-Special in den Ansbacher Kammerspielen, Maximilianstraße 29. Ein kleiner Trost für alle Nicht-Erstsemester: Anlässlich des 15-jährigen Empire-Jubiläums erhält jeder 15. Gast freien Eintritt und ein Freigetränk, aber nur bis 24 Uhr! 

STEFAN GNAD / PETER GRUNER

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