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Extra-Tour für Nachtschwärmer

Runter vom Sofa und raus ins Leben - Konzerte, Partys, Comedy und Vorträge - 09.08.2013 11:30 Uhr

Party

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MONTAG, 22. September

Kollegah, einer der derzeit angesagtesten deutschsprachigen Rapper feuert seine Wortsalven ab 20 Uhr im Nürnberger Löwensaal ab (Schmausenbuckstraße 166).

Zeitgleich zaubert im Club Stereo, Klaragasse 8 in Nürnberg, die neue Youtube-Sensation (heute, morgen gibt’s schon wieder eine neue) All The Luck In The World ihren verhuschten Folk-Pop auf die akustische Panoramatapete.

DIENSTAG, 23. September

Joco, das Duo der Schwestern Josepha und Cosima aus Hamburg, gastiert im Theater Kuckucksheim in Heppstädt (Heppstädt 28) bei Adelsdorf. Mit eng umschlungenem zweistimmigem Gesang, minimalistischen Drums, Gitarre und kraftvollem Klavier erschaffen die beiden einen ganz eigenen Filigran-Pop. Beginn 20 Uhr.

Junge blonde Isländer sitzen mit Geige, Cello und Gitarren auf bemoosten Felsen und singen sehnsüchtige Weisen: In ihrem aktuellen Video bedienen Árstíðir bereitwillig die Klischees ihrer Heimat. Im Erlanger E-Werk (Fuchsenwiese) spielen die sanften Jungs heute um 20 Uhr in der Reihe „Polarnächte“. Pulli nicht vergessen.

Auch nordisch, aber keineswegs elegisch: Der finnische Gitarrist Ben Granfelt unterhält in der Fürther Kofferfabrik (Lange Straße 81, 20 Uhr) mit einschlagendem Rock, packenden Gitarren-Balladen, mitreißendem Blues und einem Hauch von Progressive Rock und Fusion.

Fusion ist das Stichwort für Gitajon: In Fürth waren die Erlanger Acoustic-Art-Rocker gerade erst, jetzt bespielen sie die Nürnberger Ludwigs Bar (Innere Laufer Gasse 35, 20 Uhr).

Was am Tod so faszinierend sein soll, dass man ihm ein ganzes Genre widmen muss, sollen mir mal die Freunde von Kapellen wie Entombed A.D. und Grave erklären. Die Deathmetaller wüten ab 20 Uhr in der Nürnberger Rockfabrik (Klingenhofstraße 56). Viel Vergnügen!

Weniger morbid, dafür umso handfester: Kunst gegen Bares im Nürnberger Cinecitta (Gewerbemuseumsplatz 3) um 20 Uhr. Bauchtanz, Jonglage, Musik oder was auch immer im bunten Mix, wobei jeder Künstler ein Sparschwein bekommt, in das die Zuschauer so viel reinwerfen, wie ihnen die Darbietung wert war.

MITTWOCH, 24. September

Der Tatort-Star Jan Josef Liefers lebt im Erlanger E-Werk (Fuchsenwiese 1) sein Rock'n'Roll-Gen aus. Selbst geschriebene Rocksongs mit treibendem Beat und kraftvollen Gitarren. Selbes Haus, gleiche Zeit, aber in der Kellerbühne: Das lyrische Liederluder Johanna Moll und das Wunderkind. Das trägt eine adrette Fliege und spielt, soviel wir wissen, Tuba.

Derweil macht der englische Schnauzbart-Fetischist und Vollzeit-Maniac Louis Barrabas mit seiner Band Bedlam Six den Nürnberger MuZ-Club (Fürther Straße 63, 20.30 Uhr) unsicher. Lyric Driven Dirt Swing, Cabaret Blues oder Vaudeville-Rock, dazu eine reichlich abgedrehte Bühnenshow – falls er das Publikum anfällt, gebt ihm rohes Fleisch zu fressen, das beruhigt ihn manchmal.

Großes Liedertheater auch in der Fürther Kofferfabrik (Lange Straße 81, 20 Uhr), aber anders: Die Sängerin und Schauspielerin Kathy Kreuzberg besingt und beweint im androgynen Anzug mit ihrer Band Generat die tiefsten Tiefen des Zwischenmenschlichen bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus. Aua!

Monumentale Gitarrenriffs und gewaltige Hooklines: Zodiac beschwören in der Nürnberger Rockfabrik (Klingenhofstraße 56, 20 Uhr) die Heavy-Bluesrock-Tradition der Siebziger Jahre.

DONNERSTAG, 25. September

Die Loop Sessions in der Nürnberger Desi (Brückenstraße 23) starten mit politisch motiviertem Rap in die Herbstsaison: Der in Berlin aufgewachsene Rapper Amewu geht seinen Hiphop, begleitet von der Tribes Of Jizu Band, gerne auch mal aggressiver an. Beginn um 21.30 Uhr.

Eher lyrisch als aggressiv: Der viel gelobte Chansonier Felix Meyer beehrt das Erlanger E-Werk (Fuchsenwiese 1) um 20 Uhr.

Es leuchtet (mal wieder) ein neuer Stern am Fado-Himmel: Die portugiesische Sängerin Carminho gibt sich um 20 Uhr im Kulturforum Fürth (Würzburger Straße 2) der Tragik und der Sehnsucht hin.

American, Pop und Country ist das Revier von Melanie Dekker und ihrem musikalischen Partner Robbin Thompson. Ab 20 Uhr singen die beiden im Nürnberger Südpunkt (Pillenreuther Straße 147).

Irgendwie muss ich bei Namen wie Valina oder Candelilla an Süßigkeiten denken, tatsächlich beehren die beiden Bands das Zentralcafé im Nürnberger Künstlerhaus (Königstraße 93, 20.30 Uhr) aber mit „hinreißend leidenschaftlichem Posthardcore“ und Sonic-Youth-artigem Indierock.

Zwei Bands auch im Nürnberger MuZ-Club (Fürther Straße 63, 19 Uhr): Das Trio Torey Velvet mit akustischem Songwriter-Pop und L.A. Acoustic mit eigenen Interpretationen namhafter Pop- und Rocksongs.

Eine eher ungewöhnliche Stil-Kombination gibt es in der Fürther Kofferfabrik (Lange Straße 81, 20 Uhr): Alpen Klezmer aus Bayern heißen nicht nur so sondern machen auch genau das.

Eine neue Party-Reihe startet heute um 21 Uhr in der Rockfabrik: Beim Rofa Day spielt D-Jane Lisa im zweiwöchigen Turnus „Rofa-Kulthits“.

Nein, Freunde, dies ist kein Rückblick auf den Zweiten Weltkrieg, sondern eine tagesaktuelle Diskussion: "Der Einsatz der Wirtschaft als Waffe im Kampf gegen Russland" ist das Thema eines Vortrags im Nürnberger Künstlerhaus (Königstraße 93) um 20.15 Uhr.

FREITAG, 26. September

Angekündigt ist das Summer Knock Out Festival als Open-Air-Konzert, mal sehen, ob das hinhaut: Entweder vor oder in der Luise (Scharrerstraße 15 in Nürnberg) spielen ab 19 Uhr Boggin Leprechaun, Sorry James, The Fire Works und These Weeks.

Die jungen Indie-Electronic-Postrocker Jetpack Elephants stellen im Nürnberger MuZ-Club (Fürther Straße 63, 20 Uhr) ihr erstes Album vor. Als Gäste sind das Post-Songwriter-Projekt Like Lovers und die Ulmer Stoner-Indie-Rocker Woomera geladen.

Die NN-Rockbühne im Quibble (Augustenstraße 25, Nürnberg) bietet den ehrgeizigen Newcomern der Region die dritte und letzte Chance, sich für das Finale im Hirsch zu qualifizieren. Am Ende muss sich die Jury zwischen Afgranonth (Modern Metal), Dandelion Revenge (Classic Rock), Sequoia (Experimental Rock) und Straight Blue (Psychedelic Rock) entscheiden.

Über diesen Status sind Lilly Wood and the Prick schon hinaus, gelten sie in ihrer französischen Heimat doch schon als Stars. Jetzt bringt das Indie-Pop-Duo ihren folkigen Pop mitsamt elektronischen Extras, feinen Melodien und heiserem Vintage-Klang ins Erlanger E-Werk (Fuchsenwiese 1, 21 Uhr).

The Shell Corporation ist zum einen eine Öl saugende Monsterfirma, zum anderen eine US-amerikanische Punkband. Letztere verdrischt im Fürther Kopf und Kragen, (Ottostraße 27, 20.30 Uhr) ihre wehrlosen Gitarren. Wird Greenpeace einschreiten?

Wenn der Vater mit der Tochter: Dan Reader ist eine lokale Songwriter-Legende, mag aber das Rampenlicht nicht besonders, weswegen er recht selten live zu erleben ist. Seine Tochter Peggy ist da ganz anders und stiehlt ihm ganz zwanglos die Schau, was ihm nur recht ist. Um 20 Uhr spielen die beiden im Fürther Gelben Löwen (Gustavstraße 41) Songs von Dan und Coverversionen von Peggys Lieblingsliedern.

Die MusicalCOM bringt im Katharinensaal (Am Katharinenkloster 6, Nürnberg, 19.30 Uhr) „Der kleine Horrorladen“ auf die Bühne. Die Inszenierung spielt in einer von der Technik beherrschten Vision unserer Welt – trotzdem wird die fleischfressende Pflanze am Ende den einen oder anderen Zweibeiner verspeisen.

Die Nürnberger Konzert- und Veranstaltungsagentur Parvenue feiert ihren 5. Geburtstag im Club Stereo Klaragasse 8, 23 Uhr). Logo, dass da jede Menge Musiker und sonstige Kreative dabei sind: Blind & Lame, Überschätzt & Übersetzt, 52er, Henriette und Superskank und die DJs Malinkaya, Mrs. Flow und DasErna.


  

STEFAN GNAD / PETER GRUNER

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