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Wann ist ein Spiel ein gutes Spiel?

Die Ferienreporter sprachen mit zwei Spielzeug-Experten über Ideen und Preise - 16.08.2012 10:00 Uhr

Wie wird aus einer Idee ein Spiel? Und wie aus einem Spiel ein gutes Spiel? Die Ferienreporter haben Bastian Herfurth, Produktmanager, und Janko Franke, Marketingmanager bei Noris-Spiele, befragt.

Im Interview durften die Nachwuchsreporter Janko Franke (li.) und Bastian Herfurth von Noris-Spiele mit Fragen löchern.
Im Interview durften die Nachwuchsreporter Janko Franke (li.) und Bastian Herfurth von Noris-Spiele mit Fragen löchern.
Foto: Banasch
Im Interview durften die Nachwuchsreporter Janko Franke (li.) und Bastian Herfurth von Noris-Spiele mit Fragen löchern.
Im Interview durften die Nachwuchsreporter Janko Franke (li.) und Bastian Herfurth von Noris-Spiele mit Fragen löchern.
Foto: Banasch

Herr Herfurth, was haben Sie als Produktmanager zu erledigen?

Bastian Herfurth: Ich bin für die Umsetzung eines Spiels zuständig: von der Bewertung der Idee, mit der ein Erfinder zu uns kommt, bis zur Festlegung der Gestaltung von Spielbrett, Figuren und Schachtel.

Was wäre, wenn wir ein Spiel erfinden würden: Könnten wir einfach kommen und Ihnen unsere Erfindung präsentieren?

Janko Franke: Zuerst kann man die Idee per Post oder E-Mail an uns schicken. Wenn wir die Erfindung gut finden, vereinbaren wir einen Termin, um persönlich darüber zu reden. Oft entwickeln Lehrer, Eltern oder Großeltern Spielideen – und manchmal auch Kinder.


Wer entscheidet, ob eine Idee für ein neues Spiel gut ist?

Herr Franke: Zuerst gibt es eine Vorauswahl im Produktmanagement. Ein gutes Spiel muss für die ausgesuchte Altersgruppe leicht verständlich sein. Außerdem ist es ganz wichtig, dass die Schachtel verlockend aussieht, denn sie muss den Kunden im Laden zum Kaufen reizen. Ein besonders gutes Spiel hat einen neuen, bisher nie dagewesenen Spielmechanismus und natürlich ein toll gestaltetes Spielbrett.

Was meinen Sie: Spielen alle Kinder und Jugendlichen gerne?

Herr Franke: Die schwierigste Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche ab zehn oder zwölf Jahren bis ungefähr 20. Jugendliche interessieren sich in dem Alter für viele andere Dinge. Da ist es nicht leicht, sie für ein Brett- oder Gesellschaftsspiel zu begeistern.

Jedes Jahr wird das „Spiel des Jahres” ausgewählt. Hat Ihre Firma schon einmal diesen Preis gewonnen?

Herr Herfurth: Ja, 2011 hat die Jury unser Spiel ,,Da ist der Wurm drin“ mit dem Titel „Kinderspiel des Jahres“ ausgezeichnet. Das war sehr wichtig für uns, denn mit dieser Auszeichnung ließ es sich viel besser verkaufen.

Und was passiert eigentlich mit nicht verkauftem Spielzeug?

Herr Franke: Spielzeug, das sich schlecht verkauft, wird überarbeitet und neu gestaltet. Wenn es danach immer noch niemand kauft, kriegt es einen günstigeren Preis.

Bilderstrecke zum Thema
Was haben Holzeisenbahnen, Filly-Pferdchen, Tiger und Frettchen gemeinsam? Genau: Die NN-Ferienreporter! Was die Kinder und Jugendlichen auf ihrer Recherche-Tour in der Spielzeugfabrik von Simba-Dickie in Fürth alles entdeckt haben, siehst du hier in der Bildergalerie. Außerdem gibt's Fotos von der Spielzeug-Stadtführung in Nürnberg. Und wer dann immer noch nicht genug hat, begleitet unsere NN-Ferienreporter ins Raubtier- und Exotenasyl in Wallersdorf bei Ansbach. Die Hauptdarsteller in diesem Fall: Tiger, Pumas, Frettchen, Füchse und eine Hausschlange!

 

Interview: CATHERINA WEITPERT (14), JANINE KENNER (14)


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