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Was machst du mit deinem alten Spielzeug?

Kinder der Nürnberger Regenbogenschule erzählen, warum sie manche Sachen nicht weggeben können - 31.01.2013 14:00 Uhr

Nürnberg  - Spielen, spielen, spielen - in dieser Woche kommen Leute aus aller Welt nach Nürnberg, um sich auf der Spielwarenmesse die neusten Spielsachen anzuschauen, die demnächst in den Regalen vieler Geschäfte stehen sollen. Doch was passiert eigentlich mit altem Spielzeug? Die Extra-Redaktion hat sich in der Klasse 4b der Nürnberger Regenbogenschule umgehört.

Die Kinder der 4b der Nürnberger Regenbogenschule haben alte Spielsachen mitgebracht.
Die Kinder der 4b der Nürnberger Regenbogenschule haben alte Spielsachen mitgebracht.
Foto: Goebel
Die Kinder der 4b der Nürnberger Regenbogenschule haben alte Spielsachen mitgebracht.
Die Kinder der 4b der Nürnberger Regenbogenschule haben alte Spielsachen mitgebracht.
Foto: Goebel

Im Klassenzimmer herrscht viel Gewusel. „Möchtest du auf meine Puppe aufpassen?“, fragt eine Schülerin eine andere. Die freut sich und schnappt sich die große Puppe, die ganz offensichtlich nicht aus der heutigen Zeit kommt. „Das ist meine Riesenpüppie Liena. Sie ist schon über 30 Jahre alt“, erzählt Sarah (9) stolz und fügt hinzu: „Ich habe sie auf dem Dachboden von Oma und Opa gefunden. Bei mir lebt sie nun seit ein oder zwei Jahren.“


Zeichnung: Elisabeth Dötzer
Zeichnung: Elisabeth Dötzer
Zeichnung: Elisabeth Dötzer
Zeichnung: Elisabeth Dötzer

Alle Kinder der 4b haben heute ihre alten Spielsachen mitgebracht. Benjamin (10) hat einen Drachen mit grün-gelben Augen auf seinem Tisch stehen, daneben einen Ritter mit Pferd und einen mit Schwert. Klassenkamerad Lars (9) hält sein Lieblingskuscheltier im Arm – einen Fisch. „Den habe ich seit neun Jahren. Als ich drei Monate alt war, habe ich den Fisch bei meinem Paten aus einem riesigen Überraschungsei geklaut“, gibt er zu. „Meine alten Sachen hebe ich auf und schenke sie mal meinen eigenen Kindern“, sagt Lars auf die Frage, was mit dem älteren Spielzeug geschieht, wenn er immer wieder Neues bekommt – zum Beispiel zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Sie einfach in den Müll zu schmeißen, kommt für kaum einen Viertklässler in Frage.


„Nur wenn sie kaputt sind“, meint Alicia. Die Zehnjährige verkauft alte Spielsachen lieber auf dem Flohmarkt oder im Internet bei Ebay. Ihren großen Teddy mit dem goldbraunen Fell allerdings würde sie niemals hergeben. „Der ist mir sehr ans Herz gewachsen.“


Dieser Meinung sind auch die meisten Mitschüler, die ihre mitgebrachten alten Sachen auch keinen armen Kindern schenken würden – es stecken zu viele Erinnerungen drin. Auch in Armins Kuscheltier. „Das ist Barbakus, der Sohn von Barbapapa, aus einer Zeichentrickserie. Meine Mutter sagt zu ihm immer nur gelbe Birne“, erzählt der Neunjährige. Weil Barbakus schon über 38 Jahre alt ist, wird er immer sein Familienerbstück sein.

Melih gibt kleine Autos und Kuscheltiere gerne Freunden, seinen Cousins oder armen Kindern. In einer Kiste, die im Keller verstaut wird, landen alte Sachen von Anton. Nikan verstaut sie in seinem Kinderzimmer. Man weiß nie, wann man sie wieder gebrauchen kann.

Was neues Spielzeug angeht, so sind die Meinungen der Schüler recht unterschiedlich. Einige finden, dass sie genug zum Spielen haben, andere wünschen sich neue Spielekonsolen, Computergames, Roboter (wie die Box-Roboter auf dem Bild, die auf der Neuheitenshow der Messe vorgestellt wurden) oder neue Kuscheltiere.

  

goe


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