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Aus für NSN in Nürnberg

Standort mit 39 Mitarbeitern schließt — Proteste halten an - 22.02. 16:00 Uhr

NÜRNBERG  - Der massive Umbau des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Network bedeutet das Aus für den NSN-Standort Nürnberg.

Wie eine Unternehmenssprecherin gestern bestätigte, soll die Dependance mit zuletzt 39 Beschäftigten bis Jahresende geschlossen werden. Diese Maßnahme ist Teil eines einschneidenden Konzeptes, das die Tochter des finnischen Handyherstellers Nokia und des Münchner Elektroriesen Siemens bereits vor drei Wochen angekündigt hat.


Mitarbeiter des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks (NSN) haben
ein Plakat mit der Aufschrift "We Stay!" in
ihr Bürofenster der Verwaltung der größten NSN-Niederlassung in
München geklebt, um gegen die geplante Schließung des
Standorts München und den Abbau von bundesweit rund 2900 Stellen zu
protestieren.
Mitarbeiter des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks (NSN) haben ein Plakat mit der Aufschrift "We Stay!" in ihr Bürofenster der Verwaltung der größten NSN-Niederlassung in München geklebt, um gegen die geplante Schließung des Standorts München und den Abbau von bundesweit rund 2900 Stellen zu protestieren.
Foto: dpa
Mitarbeiter des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks (NSN) haben
ein Plakat mit der Aufschrift "We Stay!" in
ihr Bürofenster der Verwaltung der größten NSN-Niederlassung in
München geklebt, um gegen die geplante Schließung des
Standorts München und den Abbau von bundesweit rund 2900 Stellen zu
protestieren.
Mitarbeiter des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks (NSN) haben ein Plakat mit der Aufschrift "We Stay!" in ihr Bürofenster der Verwaltung der größten NSN-Niederlassung in München geklebt, um gegen die geplante Schließung des Standorts München und den Abbau von bundesweit rund 2900 Stellen zu protestieren.
Foto: dpa

Weltweit sollen danach 17000 Stellen wegfallen, bundesweit werden 2900 von 9100 Stellen gestrichen und 30 von 35 Standorten geschlossen. Die NSN-Zentrale in München ist nach den Plänen von dem geplanten Personalabbau mit Abstand am stärksten betroffen, sie wird ebenso dichtgemacht wie die weiteren bayerischen Standorte in Augsburg und in Nürnberg.

Nach Angaben der Unternehmenssprecherin sind die Nürnberger Mitarbeiter vorwiegend im Verkauf und im Service tätig. Ausschlaggebend für die Schließung sei, dass der fränkische Standort durch das Raster der Kriterien gefallen ist, die das Unternehmen für den Umbau sich selbst vorgegeben habe. Dazu gehörten unter anderem die Nähe zu den vorwiegend in Nordrhein-Westfalen beheimateten Kunden und die Forschung und Entwicklung in Produktbereichen, die NSN für sich als zukunftsträchtig definiert hat. Das sind zum Beispiel komplette Angebote für die Infrastruktur von Mobilfunknetzen — und dabei vor allem die mobilen Breitbandverbindungen. Besonders in München bläst dem Unternehmen vonseiten der Mitarbeiter ein heftiger Wind entgegen. Die Beschäftigten wehren sich gegen die Schließung und fordern Unterstützung von Siemens.



Der Konzern hatte sein Netzwerkgeschäft 2007 mit dem Geschäftsbereich von Nokia zusammengeführt. „Da muss viel mehr von Siemens kommen“, forderte jetzt Michael Leppek von der IG Metall bei einer Protestkundgebung am Faschingsdienstag in der Landeshauptstadt. „Wir haben bis jetzt noch keine Signale von Siemens gehört.“

„Siemens — wir kommen“

Rund 500 Beschäftigte protestierten mit Trillerpfeifen, Transparenten und Tröten vor der Münchner NSN-Zentrale. „Wir gehören zur Familie“ oder „Siemens wir kommen“ lauteten die Botschaften auf den Plakaten der Demonstranten. Die Gewerkschafter fordern von Siemens, Verantwortung für das Gemeinschaftsunternehmen zu übernehmen und Arbeitsplätze zu sichern. Siemens äußert sich bislang nicht zu der Kritik.

  



won/dpa

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