|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Joachim Metter sprüht vor Ideen. Jetzt bekommt der promovierte Chemiker auch die Mittel dazu, sie umzusetzen. Seine Neugründung PPS ist die erste, die an der soeben eröffneten Außenstelle der ESA im Nordostpark andocken darf. Als Startkapital erhält Metter 100000 €, wovon ESA und bayerisches Wirtschaftsministerium 60.000 € als Förderung beisteuern. Die übrigen 40.000 € zahlt die Sparkasse Nürnberg in Form eines Darlehens.
Die vergangenen Wochen waren für den Start-up-Unternehmer Metter so ereignisreich und vollgepackt wie wenige zuvor. Erst vor zwei Wochen hat er seine Firma ins Handelsregister eintragen lassen. Vorher hieß es, den Businessplan im Turbogang auszuarbeiten — und mit Leben zu erfüllen. Nun strahlt er über das ganze Gesicht: „Für meine unternehmerischen Ideen beginnt nun ein neuer Abschnitt.“
So wie Metters Firma sollen in Bayern jährlich insgesamt bis zu 20 Unternehmensgründungen unterstützt werden. Heute werden an den bayerischen ESA-Außenstellen Oberpfaffenhofen und Berchtesgadener Land bereits 24 Start-ups gefördert. Metter selbst arbeitet schon seit 2005 mit dem Fraunhofer-Institut IIS zusammen und seine Produktideen passen zum Profil des Instituts. Der Franke, Jahrgang 1955, will intelligente Lokalisierungssysteme, zum Beispiel in der Logistik, entwickeln. Oder eine Technik, die Flughäfen überwachen hilft bis hin zum effizienten Einsatz von Enteisungsfahrzeugen. Metter meint, auf vielen Airports würden Servicefahrzeuge zu oft hin- und herfahren.
Und was hat Fraunhofer IIS davon, zusätzlich Gründer beraten und technisch unterstützen zu dürfen? Eigentlich nicht viel. Oder doch: Das Forschungsinstitut darf seine Innovationen selbst nicht bis zur Marktreife entwickeln und anschließend vermarkten, sondern überlässt dies Lizenznehmern. Diese sollen unter anderem aus dem Kreis der Gründer kommen.
In der Kommerzialisierung der Luft- und Raumfahrtforschung besteht jedenfalls der Auftrag des ESA-Ansatzes. Günter Rohmer, Koordinator des Fraunhofer-Standorts in Nürnberg, erklärte: „Der Technologie-Transfer zu neuen innovativen Unternehmen und deren Umsetzung unserer Entwicklungen in marktreife Produkte ist Auftrag und Ziel der Fraunhofer-Gesellschaft. Mit dieser Partnerschaft schaffen wir hierfür optimale Voraussetzungen.“
