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Die Konzerne halten sich mit Zahlen sehr bedeckt. Ein Teil der Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, geht zwar an soziale Einrichtungen wie die zahlreichen Tafeln. Doch oftmals scheint es billiger zu sein, Waren einfach wegzuwerfen. Die Branche will jetzt genaue Daten sammeln. Verbraucherschützer und Politiker fordern Lösungen.
In Deutschland werden jährlich etwa 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen. Auch die Mengen, die beim Handel auf dem Müll landen, sind beachtlich, wie der Kölner Filmemacher Valentin Thurn sagt – er spricht von einem Riesenproblem. Auch sein aktueller Kinofilm „Taste the Waste – Die globale Lebensmittelverschwendung“, der in diesem Jahr auf den Berliner Filmfestspielen zu sehen war, hat dies zum Thema.
Der Bundesverband des Deutschen Lebensmitteleinzelhandels errechnete bislang nur, dass bis zu zwei Prozent der Waren jedes Jahr „durch Bruch und Verderb“ verlorengehen. „Bei Brot- und Backerzeugnissen sind es sogar bis zu 12 Prozent und bei Obst und Gemüse zwischen 3 und 5 Prozent“, sagt Geschäftsführer Michael Gerling.
In Nordrhein-Westfalen betonte der grüne Verbraucherschutzminister Johannes Remmel: „Diese Verschwendung ist nicht nur zynisch gegenüber allen, die hungern, sie ist auch eine tägliche Vergeudung von vielen wertvollen Rohstoffen. Er findet, dass kurz vor Ladenschluss die Regale mit frischen Waren nicht mehr so voll sein müssen wie am Morgen. Auch kleinere Verpackungsgrößen könnten helfen.
