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Treue zu Strom-Grundversorger kostet Geld

Laut Studie schrumpft der Preisvorteil aber ohne Bonus-Effekt - 10.02. 16:00 Uhr

Berlin  - Die anhaltende Treue zu ihrem Grundversorger beschert Stromkunden einer Studie zufolge deutlich höhere Preise als nötig.


Ist in den vergangenen Jahren tendenziell teurer geworden: Strom.
Ist in den vergangenen Jahren tendenziell teurer geworden: Strom.
Foto: dpa
Ist in den vergangenen Jahren tendenziell teurer geworden: Strom.
Ist in den vergangenen Jahren tendenziell teurer geworden: Strom.
Foto: dpa

In einem Vergleich des Verbraucherportals toptarif.de in den hundert größten Städten waren im Durchschnitt 46 Konkurrenten günstiger als der jeweils preiswerteste Tarif des örtlichen Grundversorgungsunternehmens. Lediglich sieben von hundert örtlichen Anbietern schafften es demnach unter die zehn  günstigsten ihrer Stadt.

Trotz der Liberalisierung auf dem Strommarkt beziehen nach wie  vor fast 85 Prozent der privaten Endkunden ihren Strom vom  örtlichen Grundversorger. Dabei winken der Studie zufolge bei einem  Anbieterwechsel deutliche Sparmöglichkeiten. So zahle ein  vierköpfiger Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000  Kilowattstunden Strom im Schnitt beim lokalen Versorger 973 Euro  pro Jahr. Bei den günstigsten Wettbewerbern koste der Strom dagegen  im ersten Vertragsjahr nur 756 Euro, was einem Einsparpotenzial von  217 Euro oder 22 Prozent entspricht.

Der Preisvorteil sinkt den Angaben zufolge allerdings spürbar,  wenn die von vielen Anbietern für das erste Vertragsjahr  angebotenen Bonuszahlungen für den Wechsel abgezogen werden. Ohne  diese Zahlungen schrumpfe das Einsparpotenzial für den  Musterhaushalt auf im Durchschnitt rund 90 Euro oder neun Prozent  pro Jahr. Allerdings gibt es der Studie zufolge deutliche regionale  Unterschiede: In mehr als einem Drittel der untersuchten hundert  Städte liege der Preisvorteil auch ohne Bonus bei 100 Euro und mehr im Jahr. 



afp

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