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Die obersten Wettbewerbshüter Europas haben deshalb ein Kartellverfahren gegen die Deutsche Bahn AG und mehrere ihrer Tochtergesellschaften eingeleitet. „Wir untersuchen, ob sie sich an einem wettbewerbswidrigen Preissystem für Bahnstrom beteiligt haben“, sagte ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Nach EU-Angaben ist die Bahn-Tochter DB Energie GmbH der einzige Anbieter von Bahnstrom, der im Eisenbahnnetz für den Antrieb von Lokomotiven und Bahnen benutzt wird. Die Wettbewerbshüter stoßen sich daran, dass die DB Energie anderen Bahngesellschaften Rabatte gewährt.
Die Bundesnetzagentur fordert vom Marktführer einen detaillierten Einblick in die Kostenkalkulation für das Schienennetz. Bislang könne die Behörde nicht beurteilen, wie sich die Trassenpreise zusammensetzen und ob diese gerechtfertigt seien.
Im Regionalverkehr haben Bahn-Konkurrenten wie Veolia oder Keolis unterdessen weiter Marktanteile gewonnen. Ihr Anteil erhöhte sich 2011 auf 155 Mio. Zugkilometer. Das macht mittlerweile fast ein Viertel der Zugleistung im Nahverkehr aus, wie die Bahn mitteilte. Aufholen konnten die Wettbewerber auch im Schienengüterverkehr. Hier nahm ihr Anteil leicht auf 26 Prozent zu.
