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Die perfluorierten Tenside, die im Bereich des Löschbeckens Ost gefunden wurden, stammen aus dem Schaum, den die Flughafenfeuerwehr bis vor acht Jahren bei Übungen zur Bekämpfung von Kerosinbränden verwendet hat. Dieser synthetische Stoff gilt nicht als akut gesundheitsgefährdend, kann sich nach Expertenmeinung aber schädlich auf die Umwelt auswirken. Offizielle Grenzwerte existierten bislang nicht, sagte Umweltreferent Pluschke. Das sei eines der Kernprobleme. „Welche Mengen tolerierbar sind und welche nicht, ist noch nicht abschließend geklärt. Wir legen unseren Untersuchungen deshalb einen Wert zugrunde, den das Wasserwirtschaftsamt aus Vorsorgegründen festgelegt hat. Dieser Wert liegt bei 0,3 Mikrogramm pro Liter Wasser.“
Aktuellen Messungen zufolge seien weder das Nürnberger Trinkwasser noch das Beregnungswasser für das Knoblauchsland durch PFT belastet. Gartenbrunnen im Süden des Flughafens sollen wegen der PFT-Belastung nur eingeschränkt genutzt werden. In Gemüseproben aus den Kleingärten sei kein PFT gefunden worden. Der Grundwasserschaden sei räumlich begrenzt – auf den Schadensherd, das Löschbecken Ost, und eine Fläche von etwa 800 Metern drumherum. Allerdings hätten Untersuchungen des Bucher Landgrabens gezeigt, dass es neben dem Löschbecken weitere PFT-Quelle geben muss. „Wir müssen jetzt herausfinden, wo es in früheren Jahren große Brände gegeben hat, die mit Hilfe von Schaum gelöscht worden sind.“
Schon im Juni hatte Pluschke klargemacht, dass es sehr schwer sein werde, des PFT-Problems Herr zu werden, weil noch keine geeignete Sanierungstechnik zur Verfügung stehe. „Vor dieser Schwierigkeit stehen wir nicht alleine. Ähnliche Probleme gibt es auch in Düsseldorf.“ Die Grundwassersanierung am Nürnberger Flughafen sei nun erst einmal eingestellt worden.
Bedenken äußerte Pluschke in der Sitzung des Umweltausschusses auch, was den Bau der Nordanbindung des Flughafens angeht. Denn die Trasse führe nahe an das von PFT belastete Gebiet heran. Weil im Zuge der Bauarbeiten das Grundwasser erheblich gesenkt werden müsste, würde PFT-Wasser aufgezogen. „Wie dieses Problem geregelt werden kann, ist völlig unklar.“

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