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GSO: 1812 Studienplätze für doppelten Abiturjahrgang

Neubau für Ohm-Hochschule kommt an die Bahnhofstraße - 16.03.2010

Auf diesem Parkplatz an der Bahnhofstraße neben dem Dürrenhoftunnel soll ein 100 Meter langer, gegliederter Bau mit einer Nutzfläche von 5400 Quadratmetern entstehen: Raum für 1812 neue Studienplätze der Ohm-Hochschule. Die ehemalige Bahnfläche erhielt als Standort den Vorzug gegenüber der Konkurrenz, die u. a. mit dem Milchhofgelände in die Ausschreibung gegangen war. Über zwei Jahre dauerten die Vorbereitung und europaweite Ausschreibung des Bieterverfahrens.

Auf diesem Parkplatz an der Bahnhofstraße neben dem Dürrenhoftunnel soll ein 100 Meter langer, gegliederter Bau mit einer Nutzfläche von 5400 Quadratmetern entstehen: Raum für 1812 neue Studienplätze der Ohm-Hochschule. Die ehemalige Bahnfläche erhielt als Standort den Vorzug gegenüber der Konkurrenz, die u. a. mit dem Milchhofgelände in die Ausschreibung gegangen war. Über zwei Jahre dauerten die Vorbereitung und europaweite Ausschreibung des Bieterverfahrens. © Sippel


Die Entscheidung fiel gestern. Der Bau soll in der Rekordzeit von nur 14 Monaten fertiggestellt werden und kostet rund 20 Millionen Euro. Auf 5400 Quadratmetern werden 1812 neue Studienplätze untergebracht. Die Erweiterung der Ohm-Hochschule war notwendig geworden, um den Ansturm von Studienanfängern durch den doppelten Abiturjahrgang im nächsten Jahr bewältigen zu können.

Die niederländische Investorengruppe Ten Brinke Projektentwicklung GmbH, die den Zuschlag für den Bau erhielt und in Nürnberg schon das Tempo-Haus innerhalb von sechs Monaten umgebaut hat, sicherte zu, das Gebäude am 15. August 2011 zu übergeben, so dass die Räume zum Wintersemester 2011/2012 genutzt werden können.

In dem Bieterwettbewerb, der wegen der Größe des Bauvolumens europaweit durchgeführt werden musste, ging es um ein neu zu errichtendes fünfstöckiges Hörsaal-, Seminar- und Bürogebäude für die Ohm-Hochschule. Der Freistaat wollte dabei neue Wege gehen. Angesichts der geringen Zeit, die zur Verfügung steht, wurde auf einen Bau in staatlicher Regie verzichtet. Der Freistaat hat einen Mietvertrag über zehn Jahre für die Räume unterschrieben und kann ihn zweimal, jeweils für fünf Jahre verlängern. Danach könnte es anderweitig genutzt werden.

Das Grundstück kauft Ten Brinke von Aurelis, die fast alle von der Bahn nicht mehr benötigten Grundstücke vermarktet. Das Angebot der holländischen Projektentwickler lag zum Schluss deutlich vor dem von Mitbewerbern, weil sie als einzige Stellplätze und Zusatzflächen ohne Aufpreis bereitstellen werden. Insgesamt hatten sich fünf Investoren um den Auftrag beworben, darunter auch die Doblinger-Gruppe mit dem Milchhof-Areal. Nicht nur die Kosten dürften den Ausschlag für Ten Brinke gegeben haben, sondern auch die Nähe zu den schon bestehenden Ohm-Hochschulbauten.

»Das Angebot der Ten Brinke-Gruppe ist nach unserer Einschätzung das wirtschaftlich vorteilhafteste», erklärt der Kanzler der Ohm-Hochschule, Achim Hoffmann. Wie die Gebäude im einzelnen aussehen werden, dazu wollten sich Mitarbeiter von Ten Brinke nicht äußern, denn die Baupläne müssen mit dem Baureferat noch abgeklärt werden. Die Architektur stammt vom Nürnberger Büro Löser+Körner+Partner. Der Entwurf ist ein rund 100 Meter langer Riegel mit 5400 Quadratmetern Hauptnutzfläche zwischen dem Gleiskörper der Deutschen Bahn AG im Süden und der Bahnhofstraße im Norden sowie der Dürrenhofstraße im Osten. Das Gebäude ist hervorragend mit dem ÖPNV erreichbar. Der Hauptzugang liegt an der Ostseite des Grundstücks, wo sich die S-Bahn-, Bus- und Straßenbahnhaltestellen befinden.

An der Westseite des Areals wird ein Parkhaus errichtet. Platz wäre noch für eine Kindertagesstätte und für Studenten-Wohnungen. Im Erdgeschoss des fünfstöckigen Baus sind zwei große Hörsäle, Ausstellungsflächen, Laden- und Gastronomieflächen geplant. Welche Bereiche der Ohm-Hochschule einziehen werden, steht noch nicht fest. Die einzelnen Bereiche sollen durch unterschiedliche Farben optisch getrennt werden. Das Umfeld wird als Campus gestaltet. Die Vorbereitung der Ausschreibung und das Verfahren, das die Immobilien Freistaat Bayern durchgeführt hat, dauerten über zwei Jahre. 

Andre Fischer

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