34°C
Mittwoch, 19.06. - 16:51 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Historische Backstube im Museum Industriekultur

Pro Saison kommen etwa 120 Kilo Lebkuchenteig in den Museumsofen - 05.12.2012 07:00 Uhr

Nürnberg  - Wenn es im Museum Industriekultur nach weihnachtlichen Gewürzen riecht, dann ist es wieder soweit: Die Lebkuchen-Backstube ist geöffnet.

Wer den Teig ausrollen will, braucht jede Menge Kraft. Zum Glück greift Jürgen Müller den Schülern der Klasse 2 d der Grundschule in der Dunantstraße unter die Arme. Die haben die Backstube am Dienstag schon ausprobiert.
Wer den Teig ausrollen will, braucht jede Menge Kraft. Zum Glück greift Jürgen Müller den Schülern der Klasse 2 d der Grundschule in der Dunantstraße unter die Arme. Die haben die Backstube am Dienstag schon ausprobiert.
Foto: Michael Matejka
Wer den Teig ausrollen will, braucht jede Menge Kraft. Zum Glück greift Jürgen Müller den Schülern der Klasse 2 d der Grundschule in der Dunantstraße unter die Arme. Die haben die Backstube am Dienstag schon ausprobiert.
Wer den Teig ausrollen will, braucht jede Menge Kraft. Zum Glück greift Jürgen Müller den Schülern der Klasse 2 d der Grundschule in der Dunantstraße unter die Arme. Die haben die Backstube am Dienstag schon ausprobiert.
Foto: Michael Matejka

In einer historischen Lebküchnerei im Eingangsbereich des Museums werden bis Weihnachten Honiglebkuchen nach alten Rezepten gebacken. Jürgen Müller, der normalerweise bei Lebkuchen Schmidt als Bäcker arbeitet, zeigt den Besuchern, wie das traditionsreiche Weihnachtsgebäck hergestellt wird. Kinder dürfen die Lebkuchen vor dem Backen mit Mandeln und Aprikosen verzieren und sie noch ofenwarm mit nach Hause nehmen.

Pro Saison kommen etwa 120 Kilo Teig in den Museumsofen. Geknetet wird er allerdings nicht in der historischen Backstube, sondern in der Fabrik in der Zollhausstraße.

„Das liegt daran, dass die Lebküchner bis heute ein großes Geheimnis um die genaue Rezeptur machen“, erklärt Museumsleiter Matthias Murko. Nüsse und Honig gehören in das Gebäck natürlich genauso wie Zimt, Ingwer, Kardamom und andere Gewürze. Wie viel von jeder Zutat aber in den Teig kommt, behalten die Bäcker immer noch für sich. Die Geheimniskrämerei ist geblieben, die Art der Herstellung ist heute freilich anders, Maschinen haben die Muskelkraft ersetzt. „Die moderne Technik hat am Geschmack aber nichts verändert“, so Murko.


Dass der Lebkuchen gerade in Nürnberg entstehen konnte, ist kein Zufall. Der Reichswald bescherte den Imkern schließlich reichlich Honig. Zudem liegt die Stadt am Knotenpunkt alter Handelsstraßen. So gelangten nicht nur Zucker und exotische Gewürze nach Franken, die fertigen Lebkuchen konnten von Nürnberg aus auch gut als Geschenke auf eine Reise in weit entfernte Länder geschickt werden.

„Am Anfang hat man das Gebäck noch in Fässern transportiert“, so Murko, „dann wurden im 19. Jahrhundert die Weißblechdosen erfunden, in denen die Lebkuchen dann verpackt wurden.“ Diese halten die Lebkuchen nicht nur frisch, sie dienen auch als Werbefläche. „Der Lebkuchen war ein Auslöser dafür, dass sich die

Weißblechindustrie gut entwickeln konnte“, so Murko. Deshalb zieren auch einige Exemplare die Museumsbackstube.

Backvorführungen im Museum Industriekultur, Äußere Sulzbacher Straße 62, gibt es bis Weihnachten immer sonntags von 14 bis 18 Uhr und dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr. Für die Vorstellungen unter der Woche, die sich vor allem an Schulklassen richten, wird um Anmeldung unter 2313875 gebeten.
  

Julia Vogl


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Aktueller Zeitungstitel Nürnberger Zeitung
  • Ihre Zeitung – Infos ohne Umwege. Das lesen Sie am Mittwoch in der NZ:
  • Wie der Deutsche Hof zu neuem Leben erweckt werden soll
  • Nürnberger Studenten entwarfen Uni-Pullover
  • Warum der Verkehrsminister lieber Straßen renovieren als neu bauen will
User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...

Brauereiführer

Die "Bier-Bibel" für Franken:

Topaktuell mit allen Daten von 2013 plus großer Brauereikarte.

Jetzt versandkostenfrei bestellen.


Zum Bestellformular

NZ Facebook neu
            
     
Abifeten 2013
Grafik zum Öffnen anklicken!
Nachrichten aus aller Welt

Schlagzeilen


Fupa Banner

Blende 2013
Blende 2013 - Aktion für Fotoamateure
Termine
Alle

"Der Fisch in seinem Element"

Mittwoch
19
Juni
Kategorie: Ausstellungen
Beginn: 14:00 Uhr
Wo: Neustadt a.d.Aisch - Altes Schloss

Lesezeichen - Buchtipps
Hilda und der Mitternachtsriese

Viel Herzlichkeit und Kindlichkeit in einem spannenden Comic, der sich für jedes Alter eignet.

Suche wird durchgeführt...

Nervpromis
NERV-PROMIS

Frankenwiki-Tipp
Diese Woche:
Beim Begriff "Fränkisches Freilandmuseum" denkt man zuallererst an Bad Windsheim. Dass auch in der Rhön ist ein Museum für ländliche Baukultur unter diesem Namen existiert, weiß in Mittelfranken kaum jemand. Es befindet sich bei der Stadt Fladungen, umfasst eine Fläche von zwölf Hektar und besteht aus 20 begehbaren Gebäuden.
Franken-Wiki direkt durchsuchen: