|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
In einer historischen Lebküchnerei im Eingangsbereich des Museums werden bis Weihnachten Honiglebkuchen nach alten Rezepten gebacken. Jürgen Müller, der normalerweise bei Lebkuchen Schmidt als Bäcker arbeitet, zeigt den Besuchern, wie das traditionsreiche Weihnachtsgebäck hergestellt wird. Kinder dürfen die Lebkuchen vor dem Backen mit Mandeln und Aprikosen verzieren und sie noch ofenwarm mit nach Hause nehmen.
Pro Saison kommen etwa 120 Kilo Teig in den Museumsofen. Geknetet wird er allerdings nicht in der historischen Backstube, sondern in der Fabrik in der Zollhausstraße.
„Das liegt daran, dass die Lebküchner bis heute ein großes Geheimnis um die genaue Rezeptur machen“, erklärt Museumsleiter Matthias Murko. Nüsse und Honig gehören in das Gebäck natürlich genauso wie Zimt, Ingwer, Kardamom und andere Gewürze. Wie viel von jeder Zutat aber in den Teig kommt, behalten die Bäcker immer noch für sich. Die Geheimniskrämerei ist geblieben, die Art der Herstellung ist heute freilich anders, Maschinen haben die Muskelkraft ersetzt. „Die moderne Technik hat am Geschmack aber nichts verändert“, so Murko.
Dass der Lebkuchen gerade in Nürnberg entstehen konnte, ist kein Zufall. Der Reichswald bescherte den Imkern schließlich reichlich Honig. Zudem liegt die Stadt am Knotenpunkt alter Handelsstraßen. So gelangten nicht nur Zucker und exotische Gewürze nach Franken, die fertigen Lebkuchen konnten von Nürnberg aus auch gut als Geschenke auf eine Reise in weit entfernte Länder geschickt werden.
„Am Anfang hat man das Gebäck noch in Fässern transportiert“, so Murko, „dann wurden im 19. Jahrhundert die Weißblechdosen erfunden, in denen die Lebkuchen dann verpackt wurden.“ Diese halten die Lebkuchen nicht nur frisch, sie dienen auch als Werbefläche. „Der Lebkuchen war ein Auslöser dafür, dass sich die
Weißblechindustrie gut entwickeln konnte“, so Murko. Deshalb zieren auch einige Exemplare die Museumsbackstube.
Backvorführungen im Museum Industriekultur, Äußere Sulzbacher Straße 62, gibt es bis Weihnachten immer sonntags von 14 bis 18 Uhr und dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr. Für die Vorstellungen unter der Woche, die sich vor allem an Schulklassen richten, wird um Anmeldung unter 2313875 gebeten.

|