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Kunst-Studenten gestalten die Blaue Nacht 2012

An 60 Orten wird es Überraschendes zu entdecken geben - 06.01.2012 09:00 Uhr

Nürnberg  - Erstmals werden Studenten der Nürnberger Kunstakademie die "Blaue Nacht" gestalten. Anlass dieser einmaligen Zusammenarbeit ist der 350. Geburtstag der Akademie der Bildenden Künste.

In der „Blauen Nacht“ 2011 wählte Katharina Berndt die Katharinenruine als Ort für ihr Projektionsmärchen "Dornröschen". Es gewann den Publikumspreis. Auf den hoffen auch viele Kunststudenten, die ihre Ideen einreichen.
In der „Blauen Nacht“ 2011 wählte Katharina Berndt die Katharinenruine als Ort für ihr Projektionsmärchen "Dornröschen". Es gewann den Publikumspreis. Auf den hoffen auch viele Kunststudenten, die ihre Ideen einreichen.
Foto: Lukas Kumai
In der „Blauen Nacht“ 2011 wählte Katharina Berndt die Katharinenruine als Ort für ihr Projektionsmärchen "Dornröschen". Es gewann den Publikumspreis. Auf den hoffen auch viele Kunststudenten, die ihre Ideen einreichen.
In der „Blauen Nacht“ 2011 wählte Katharina Berndt die Katharinenruine als Ort für ihr Projektionsmärchen "Dornröschen". Es gewann den Publikumspreis. Auf den hoffen auch viele Kunststudenten, die ihre Ideen einreichen.
Foto: Lukas Kumai

„Wenn Nürnberg schon die älteste Kunstakademie Deutschlands hat, muss sich das auch bemerkbar machen“, erklärt Christel Paßmann, die Projektleiterin der „Blauen Nacht“. Eine Kooperation habe sich daher im Jubiläumsjahr 2012 angeboten, sie sei einmalig und werde nicht wiederholt. Bisher wurde der Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb stets international ausgeschrieben.

Wie die Nürnberger Altstadt zur diesjährigen Kunst-Party unter dem Thema „Meisterhaft!“ aussehen wird, bestimmen alleine die Studierenden der Akademie. Jeder – egal welches Semester und egal welche Fachrichtung – kann seine Idee einreichen. Offizieller Bewerbungsschluss ist heute, die Projekte werden aber auch noch bis Montag, 9. Januar, angenommen. Paßmann rechnet mit bis zu 50 Einreichungen. Zum Vergleich: Bei internationalen Ausschreibungen kommen sonst rund 180 Bewerbungen. „Der Kunstwettbewerb ist das Geburtstagsgeschenk der Blauen Nacht“, betont Christel Paßmann.


Denn wer sich hier hervortut, kann sich am Samstag, 19. Mai, einem riesigen Publikum präsentieren. 2011 spazierten 140000 Besucher durch die Altstadt in Blau, 2010 waren es 110000 Menschen, die Deutschlands größte Kulturnacht erleben wollten.Verschiedene Ausstellungen werden zudem Werk und Werdegang der jungen Künstler vorstellen.

Das Ereignis zieht die Massen an, ob mit Musik, Tanz, Theater, Kleinkunst, Führungen, Performances oder Installationen. Und ist doch nicht für jede Kunstform geeignet. Paßmann vom Kulturreferat erklärt: „Die Blaue Nacht ist keine Ausstellung, wo man etwas an die Wand hängen kann, wir sind kein Museum.“ Gesucht seien Ideen, die die Menschen einbeziehen, „reinziehen“ in das Geschehen.

Das war zum Beispiel der Fall, als die Künstlerin Katharina Berndt aus Bremen am 28. Mai 2011 die Katharinenruine in ein Märchenschloss verwandelte. Mucksmäuschenstill bewunderten die Besucher ihr zartes, poetisches Projektionsmärchen „Dornröschen“. Berndt erhielt dafür den Publikumspreis der „Blauen Nacht“, der im vergangenen Jahr das erste Mal verliehen wurde.

Auch heuer ist dieser Preis wieder ausgelobt. Wer die Besucher mit seinem Projekt so zu begeistern vermag, dass sie es zu ihrem Favoriten wählen, erhält 5000 Euro.

Jury bewertet die eingereichten Ideen

Die Hürde auf dem Weg zum möglichen Ruhm ist die Jury, die die eingereichten Ideen bewertet. Vom 17. bis 19. Januar werden ihre acht Mitglieder überlegen, welche Projekte verwirklicht werden (können). Dabei sind unter anderem Verena Waffek, die Ausstellungsleiterin des Zumikon, Petra Weigle vom Institut für moderne Kunst, Vertreter des Kulturreferats, Ausstellungsarchitekt Andreas Wissen und Ausstellungstechniker Manfred Krebs.

Es mag vielleicht einiges anders sein in der diesjährigen „Blauen Nacht“, doch vieles steht bereits jetzt fest: An 60 Orten in der Altstadt wird es am 19. Mai Überraschendes zu entdecken geben. Und ein Spaziergang lohnt sich gewiss – durch ein Nürnberg, das in tiefes Blau getaucht sein wird.
  

Ngoc Nguyen


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