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Der stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzende nennt gleich mehrere Beispiele für seine Haltung. Die im letzten Verkehrsausschuss beschlossenen Umbaupläne für die Fürther Straße auf Höhe des Datev-Neubaus hält er für eine reine Gängelung der Autofahrer: „Wenn es Richtung Fürth nur noch eine Spur gibt, dann sind Staus programmiert.“ Besonders eng dürfte es zugehen, wenn der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs kommt, denn dann sollte die Fürther Straße eigentlich als Ausweichroute eingesetzt werden. Mit einer Spur sei das aber nicht möglich.
Sendner ist überzeugt, dass im Verkehrsplanungsamt nur noch das Fahrrad Vorfahrt habe. Verbesserungen für den Autoverkehr würden systematisch verschleppt. Der langjährige CSU-Stadtrat führt als Beispiel den geplanten und schon 2010 beschlossenen Kreisverkehr Wiener Straße, Vorjurastraße und Frankenschnellweg an. „Seit 2003 diskutieren wir die verkehrliche Situation“, ärgert sich Sendner. Auch nach dem Beschluss, einen Kreisverkehr zu bauen, sei wenig passiert. Im nächsten Jahr wollen CSU und SPD noch einmal darüber reden, ob eine abgespeckte Variante nicht doch schon 2014 gebaut werden könne.
Verärgert ist Sendner auch, dass erst 2013 eine umfassende Verkehrszählung stattfinden soll, um auf dieser Basis dann Entscheidungen zu treffen: „Dass es ein Hafenverkehrskonzept und Verbesserungen für die Anwohner geben soll, steht doch schon in der Kooperationsvereinbarung zwischen SPD und CSU aus dem Jahr 2008.“
Auch müsste die Stadtverwaltung mehr Druck auf die Staatsbehörden ausüben, dass der Flaschenhals A73 beseitigt wird und mehr Spuren zwischen den Anschlussstellen Zollhaus und Hafen-Ost gebaut werden. „Die Autoschlangen ziehen sich doch bis Schweinau. Das hätte von der Stadtverwaltung schon längst in Angriff genommen werden müssen.“ Davon würden auch Eibach und Katzwang profitieren. In Maiach sieht Sendner ebenfalls Handlungsbedarf. Schallschutzfenster würden nicht genügen. Die großen Zufahrtsstraßen müssten mit Flüsterasphalt geteert werden, fordert Sendner.
Die Begründung der Bauverwaltung, die NZ berichtete, dass mit der Sanierung der Saarbrückener Straße gewartet werde, bis eine Entscheidung über die Trasse der Stadtbahn Richtung Süden getroffen sei, hält Sendner für vorgeschoben. Die Saarbrückener Straße sei derart stark mit Schwerlastverkehr belastet, dass sie sich nicht für eine Straßenbahn eigne. Angesichts der vielen maroden Straßen in Nürnberg räumt Sendner aber ein, dass die Politik den Betrag, der für den kleinen Bauunterhalt von Straßen zur Verfügung steht, verfünffachen müsste.

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