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Rund 140 Besuche in Schnellrestaurants – die Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) dürften privat erst einmal genug haben von Burgern und Fritten. Liest man das Fazit des Tests, dann freuen sie sich inzwischen bestimmt, überhaupt mal einen sauberen Tisch vorzufinden: Daran hapere es nämlich ziemlich oft in deutschen Schnellrestaurants. Und wenn man dies reklamiere, reagiere nicht einmal die Hälfte der Mitarbeiter angemessen. Anders sehe es bei beanstandeten Speisen aus: Wer meckert, wird gleich besser bedient und bekommt in drei Viertel der Fälle einen Ersatz.
Neben den üblichen Verdächtigen wie McDonald’s, Burger King und Co. waren auch Schnellrestaurants wie Marché oder LeBuffet am Start. Überraschungssieger im herkömmlichen Fast-Food-Feld wurde Kentucky Fried Chicken, das sich durch besonders freundliches und kompetentes Personal auszeichne. Gesamt-Testsieger wurden jedoch die Marché-Restaurants, die als Einzige ein sehr gutes Angebot, freundliche Mitarbeiter und kurze Wartezeiten boten.
Am anderen Ende der Beliebtheitsskala beim Essen dürften besonders bei Kindern Linsengerichte stehen. Dass aber auch sie nicht immer gesünder sind als ein Big Mac, legt eine Schlagzeile von „Öko-Test“ nahe: „Das ging in die Linsen“ schimpft das Magazin in seiner November-Nummer. Anlass für die Kritik sind Pestizid-Rückstände in einigen wenigen Produkten. Im Großen und Ganzen jedoch sind Linsen sowohl in Bio-Qualität als auch ohne Bio-Siegel „sehr gut“. Wer Produkte beispielsweise von Alnatura, Basic, Real oder Rewe kauft, macht nichts falsch.
Nichts richtig machen kann man dagegen bei Haarfärbemitteln – alle jetzt von „Öko-Test“ geprüften Farben erwiesen sich als ungenügend. „Alle Produkte bergen ein Risiko für eine Kontaktallergie, die ein Leben lang hält“, heißt es in einer Zusammenfassung. Immerhin: Der Test selbst ist durch die Warnfarbe wunderbar rot eingefärbt.
Wenig Wahl haben Erwachsene auch, wenn sie sich Gummistiefel zulegen wollen. Ob Ralph Lauren, Romika oder Tretorn – alles Mist! Die Stiefel von Romika dürften eigentlich nicht einmal verkauft werden, moniert „Öko-Test“, denn der gesetzliche Grenzwert für ein krebserregendes Benzol werde um ein Vielfaches überschritten. Unterm Strich wird geraten: Finger weg von Gummistiefeln. Wer sie wirklich braucht, sollte möglichst viel Stoff zwischen sich und das Material bringen: „Auch wenn Kate Moss es tut: Gummistiefel nicht auf der nackten Haut tragen.“
Wenn man sich eine Outdoorjacke kauft, setzt man gemeinhin voraus, dass sie speziell für einen guten Luftaustausch zwischen Körper und Außenwelt gefertigt ist. Das Fernsehmagazin „Markt“ des WDR wollte nun wissen, ob sich das in der Praxis bewahrheitet – und ließ vier BMX-Radfahrer mit solchen Jacken durch die Lande sausen. Hier zeigten sich riesige Unterschiede: Während die einen völlig verschwitzt ankamen, merkten die anderen gar nichts. Geprüft wurde zudem im Labor, wie viel Regen die Jacken aushalten: manche über 1000 Millibar Druck, andere unter 150. Gleich stark zeigten sich hingegen alle Jacken im Wasch- und Reißtest. Kein Modell färbte ab, keines riss.
Insgesamt erwies sich die teuerste Jacke namens „Mammut Ayako“ für 320 Euro als die beste, gefolgt von einem Modell „Topaz“ von Jack Wolfskin für 180 Euro. Ein günstiger Konkurrent von Sportscheck für rund 100 Euro schwächelte im Schweißtest und in der Waschmaschine.
Und was, wenn man sich nun die teure Jacke kauft und in der Waschmaschine die Flecken nicht weggehen? Dann könnte vielleicht ein Vergleich der Stiftung Warentest weiterhelfen: Die hat nämlich jüngst Fleckenentferner untersucht. Viele wirken „befriedigend“, manche „ausreichend“ oder „mangelhaft“, aber nur einer ist „gut“: nämlich „Sil 1 für Alles“. Das löst auch Bratfett, Soßen und Mousse au Chocolat. Damit hatten die Warentester vorher die weißen Prüftextilien befleckt.
Ob die Fleckenentferner auch auf Matratzen wirken, steht leider nicht im neuen „Test“-Heft der Stiftung. Und das, obwohl man dort wieder Kaltschaum-Modelle verglichen hat – mit sehr ähnlichen Ergebnissen wie in einem früheren Test: Die drei Besten kommen erneut von Diamona („Perfect Fit Plus“ für 650 Euro), von Metzeler („Fashion Tubes 126“ für 990 Euro) und von Badenia („irisette Vita-Flex Flextube“ für 550 Euro).
Allerdings sinke der Körper selbst beim Testsieger von Diamona deutlich ein und die Matratze werde noch weicher durch starkes Schwitzen. Wer viel transpiriert, dem empfiehlt „Test“ deshalb eher die Matratze von Metzeler. Und wer häufig wach wird, weil der Lageänderungswiderstand zu groß ist, dem wird sogar Ikeas „Sultan Fonnes“ für 69 Euro empfohlen. Eine universelle Matratze gibt es also offenbar nicht. Am schwierigsten ist die Matratzenwahl – wissenschaftlich gesehen – für die sogenannte „birnenförmige Frau“, weil sie in Rückenlage fast immer Probleme mit ihrem Becken habe.
Dass Männer es leichter haben, zeigt sich auch bei einem Blick in das Testmagazin „Heimwerker-Praxis“: Alle in der aktuellen Ausgabe untersuchten Kettensägen sind „sehr gut“ oder „gut“, und bei Tauchpumpen sieht es exakt genauso aus. Testsieger bei den Kettensägen wird mit hauchdünnem Vorsprung ein Modell namens „Solo 652“ für 560 Euro. Bei den Tauchpumpen liegen Einhells „RG-DP 1135N“ und Gardenas „20000 Inox“ praktisch gleichauf vorn, vor Modellen von Güde und Kärcher. Allerdings vergibt „Heimwerker-Praxis“ seine Noten ungefähr so wie manche Kunstlehrer in den Siebzigern: Das schlechteste Produkt im aktuellen Heft kassiert eine 2,0. Wahrscheinlich müsste einem die Kettensäge meterweit davonfliegen, damit es mal zu einem „befriedigend“ kommt.
Nicht eben für seine knallharten Kriterien bekannt ist auch das Magazin „Guter Rat“. Insofern verwundert es fast ein bisschen, dass in der aktuellen Nummer einer von fünf ausprobierten E-Book-Readern nur mit einer 3,6 bewertet ist. Testsieger wurde der Favorit „Kindle Touch“ (129 Euro). Es war auch das einzige Gerät, das die Probanden überhaupt ohne Hilfe in Betrieb nehmen und mit dem sie ein erstes Buch laden konnten. Dass es auch einen Kindle gibt, mit dem man viel mehr machen kann als mit dem genannten Modell („Kindle Fire“ für 199 Euro), verschweigt der „Gute Rat“ seinen Lesern leider.
Dabei wären doch beide Teile nicht schlecht, wenn man mal eine Transatlantik-Kreuzfahrt macht. Und genau solche Kreuzfahrten vergleicht der „Gute Rat“ in seiner November-Ausgabe. Die Reedereien verramschen diese Fahrten bisweilen, weil die Schiffe in der Saure-Gurken-Zeit auf die andere Seite des Ozeans gebracht werden müssen – um dort wieder Geld zu verdienen. Davon können Urlauber profitieren: 33 Euro am Tag bei „All inclusive“, rechnet der „Gute Rat“ vor: Auf der „Norwegian Epic“ koste ein 13-Tage-Törn von Barcelona nach Miami nur 429 Euro. „Das kriegen Sie nicht mal auf Mallorca für den Preis“, schwärmt der Redakteur. Leider ist er selbst nicht mitgefahren – sonst erführen die Leser vielleicht, ob der niedrigere Preis auch eine schlechtere Leistung mit sich bringt. Und wie man umsonst aus Florida wieder nach Hause kommt.

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