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Nach tagelanger Kritik ist der Chef der britischen Großbank Barclays, Bob Diamond, zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenzen aus der Affäre um versuchte Manipulationen am Interbanken-Zinssatz Libor. Der Druck auf Barclays habe ein Niveau erreicht, das die Zukunft des Unternehmens bedrohe, sagte Diamond in einer Mitteilung am Dienstag. «Das durfte ich nicht geschehen lassen.» Ein Nachfolger steht noch nicht fest.
Die Suche verantwortet noch Verwaltungsratschef Marcus Agius, der am Montag ebenfalls seinen Rückzug angekündigt hatte. Dieser ist jetzt aber zumindest so lange aufgeschoben, bis er einen Nachfolger für Diamond gefunden hat. Solange leitet Agius auch die operativen Geschäfte der Bank.
In der vergangenen Woche waren Barclays von der britischen und der US-amerikanischen Finanzaufsicht Strafzahlungen in Höhe von 290 Millionen britischen Pfund (rund 345 Mio Euro) auferlegt worden. Der Liborsatz ist der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen. Ermittlungen in diesem Fall laufen noch gegen viele andere Großbanken, darunter auch die Deutsche Bank. Die britische Finanzaufsicht FSA war zu dem Schluss gekommen, dass die Verfehlungen bei Barclays «ernst und großflächig» gewesen seien.

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