Eine erneute Suche westlich von Rosenheim nach einem Hinweis aus der Bevölkerung habe am Donnerstag keine neuen Erkenntnisse gebracht, sagte ein Sprecher der Sonderkommission (Soko) «Hochgern» - benannt nach der Straße, in der das Verbrechen geschah. Dutzende Beamte durchkämmten abermals eine ganze Region, nachdem sich ein Passant gemeldet hatte, der den Gesuchten dort gesehen haben will.
Bereits am Mittwoch war ein Wald zwischen dem westlichen Stadtrand von Rosenheim und Großkarolinenfeld durchsucht worden. Am Ende mussten die Beamten der Bereitschaftspolizei und ein Hubschrauber samt Wärmebildkamera aber ebenso unverrichteter Dinge abziehen wie am Donnerstag. Bei der auf 45 Ermittler aufgestockten Soko «Hochgern» schwindet daher die Hoffnung auf einen schnellen Fahndungserfolg. Die Beamten stellen sich vielmehr auf langwierige Ermittlungen ein.
Die rumänische Staatsangehörige und ihr Sohn waren am Montag erschlagen beziehungsweise erhängt im Keller eines Wohnblocks in der Rosenheimer Innenstadt entdeckt worden. Seit Dienstag wird nach dem 48-Jährigen gefahndet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Doppelmordes. Womöglich ist der als gewalttätig bekannte Mann bewaffnet - konkrete Hinweise dafür hat die Polizei nach eigenen Angaben aber nicht. Zum Motiv der Tat äußern sich die Ermittler weiterhin nicht.
