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Einst herrschte hier der Deutsche Orden

Wandern bei Virnsberg - 14.07.2012 12:30 Uhr

Hoch über Virnsberg thront die 1915 erbaute Sankt-Dionysius-Kirche.

Hoch über Virnsberg thront die 1915 erbaute Sankt-Dionysius-Kirche. © Sylvia Fehlinger


Erstmals 1235 urkundlich erwähnt, ging die Burg von Virnsberg von 1294 bis 1806 in den Besitz des Deutschen Ordens über, heute gehört sie dem gemeinnützigen Schlossverein Virnsberg. Ergänzt wird das Angebot an historischen Bauten durch das Museum „Heiliges Grab“, einer Nachbildung des Grabes Christi in Jerusalem. Über der Stadt thront die 1915 erbaute Kirche St.Dionysius.

Schwarze Ente auf gelbem Grund

Zu erreichen ist Virnsberg, das zum Markt Flachslanden (Kreis Ansbach) gehört, vom Großraum Nürnberg aus über die B8 bis Langenzenn, dann die St2252 bis Wilhermsdorf, die St2413 bis Neuhof/Zenn und die St2255 Richtung Oberfeldbrecht, bis wir die Hochstraße (St2245) erreichen und nach weiteren neun Kilometern oberhalb von Virnsberg ankommen.

Hier erwartet uns ein Wanderparkplatz mit einer Informationstafel und einem 250 Meter davon entfernten Aussichtspunkt, der einen faszinierenden Blick über Virnsberg und das landschaftlich reizvolle Kemmathtal bietet. Insgesamt sind vom Großraum Nürnberg aus etwa 55 Kilometer zurückzulegen.

Die nächste Bahnstation befindet sich im acht Kilometer entfernten Oberdachstetten. Von hier aus führt ein gut markierter Wander- und Radweg nach Virnsberg (NorA-Radweg, schwarze Ente auf gelbem Grund). der von der Kommunalen Allianz in Ansbach betreut wird.

Haben wir diesen Wanderparkplatz an der Hochstraße – auf welchem Weg auch immer – erreicht, wartet auf uns eine abwechslungsreiche Strecke. Den Anfang macht Virnsberg, dessen Zentrum wir nach 400 Metern erreichen. Dem Schloss gegenüber liegt der Gasthof „Zum Kreuz“, der sich seit 1825 im Besitz der Familie Scheidel befindet.

Bei Regen lieber auf die Straße

Nach Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten setzen wir unseren Weg nach Sondernohe (2 km) fort. Wir wandern an der Schlossmauer entlang und folgen zuerst dem Wegweiser „Kemmathen“ (1 km). An der Tafel, die das Ortsende von Virnsberg anzeigt, verläuft links der Straße ein von Bäumen und Büschen fast zugewucherter schmaler Pfad in das Kemmathtal hinunter. Bei Regen dürfte dieser allerdings ziemlich glitschig sein. Wer gepflegtere Wege bevorzugt, benutzt die parallel dazu verlaufende Autostraße.

Unten angekommen biegen wir etwa 500 Meter vor Kemmathen an einer eingezäunten Weide nach rechts ab und folgen der Markierung grünes Kreuz auf weißem Grund bis Sondernohe. Den Kemmather Weiher mit dem Gasthaus Schneidmühle, das als Treffpunkt von Motorradfahrern bekannt ist, lassen wir links liegen.

In Sondernohe angekommen können wir kulturhistorisches Interesse mit unseren Bedürfnissen verbinden: Direkt gegenüber der Deutschordenskirche „Mariä Himmelfahrt“ (erbaut 1777–1781) liegt das Gasthaus der Familien Stöhr/Hofmann, das wegen seiner fränkischen Küche über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist.

Unsere etwa zwölf Kilometer lange Rundwanderung führt uns durch zwei Landkreise und drei Gemeinden, und zwar: Von Virnsberg nach Sondernohe (beide Markt Flachslanden, Kreis Ansbach), weiter nach Wimmelbach (Markt Obernzenn, Kreis Neustadt/
Aisch), Fladengreuth und Obernbibert (beide Gemeinde Rügland, Kreis Ansbach), Schmalnbühl (Markt Flachslanden, Kreis Ansbach) und zurück zu unserem Parkplatz/Aussichtspunkt oberhalb von Virnsberg, der an der Staatsstraße 2245 liegt.

Unsere etwa zwölf Kilometer lange Rundwanderung führt uns durch zwei Landkreise und drei Gemeinden, und zwar: Von Virnsberg nach Sondernohe (beide Markt Flachslanden, Kreis Ansbach), weiter nach Wimmelbach (Markt Obernzenn, Kreis Neustadt/ Aisch), Fladengreuth und Obernbibert (beide Gemeinde Rügland, Kreis Ansbach), Schmalnbühl (Markt Flachslanden, Kreis Ansbach) und zurück zu unserem Parkplatz/Aussichtspunkt oberhalb von Virnsberg, der an der Staatsstraße 2245 liegt. © NZ-Infografik


Gestärkt nehmen wir den Aufstieg von Sondernohe nach Wimmelbach in Angriff. Dazu streben wir zuerst dem Feuerwehrhaus zu und dann dem Bauernhof Hofmann. An diesem vorbei klettern wir links hinauf durch einen Hohlweg, der mit einem gelben Punkt auf weißem Grund markiert ist. An der ersten Kreuzung wird es wieder flacher. An dieser Stelle halten wir uns nach links und werden durch einen wunderbaren Blick auf Sondernohe und Umgebung belohnt. Hier befindet sich auch, eingewachsen zwischen Kiefern und Eichen, der wohl letzte, alte Speierlingsbaum dieser Gegend. Sein Holz ist härter als das der Eiche und so schwer, dass es nicht schwimmt. In der Wanderkarte ist dieser Baum als Naturdenkmal eingezeichnet.

Wir bleiben auf dem geschotterten breiten Waldweg, bis drei schon ziemlich verwitterte Holzwegweiser auftauchen: „Wimmelbach/Unteraltenbernheim/Sondernohe“. Dann wenden wir uns nach rechts Richtung Wimmelbach (gelber Punkt auf weißem Grund). Dieser etwas matschige Pfad führt bis zum Waldrand, von welchem aus wir Wimmelbach bereits vor uns liegen sehen. Nach 1,2 Kilometern erreichen wir diesen Weiler, der zum Markt Obernzenn (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) gehört.

Wir überqueren die Hauptstraße und folgen dann den Schildern „Zenntal Wanderweg“ Richtung Dagenbach (zusätzliche Markierung: gelber Punkt auf weißem Grund und schwarzer Hase). Im Wald weisen vier schon reichlich verwitterte Schilder nochmals den Weg nach Dagenbach.

Unser Ziel ist die Quelle der Bibert

Am Waldrand angekommen sehen wir Dagenbach links liegen, wir laufen hier ein paar Schritte nach rechts, um dann gleich wieder links in Richtung Hochstraße abzubiegen. Wir überqueren diese, wandern unter der Hochspannungsleitung durch und erreichen Fladengreuth, das zur Gemeinde Rügland gehört. Hier können wir gleich am Ortseingang rechts Richtung Obernbibert abbiegen, das wir nach etwa einem Kilometer erreichen. Wir überqueren die Bibert und wenden uns nach rechts Richtung Hainklingen. Diese Straße, die auch als Biberttal-Radweg ausgezeichnet ist, folgen wir etwa einen Kilometer bis zur Abzweigung nach Schmalnbühl.

In diesem kleinen Dorf entspringt die Bibert, die dem ganzen Tal ihren Namen gegeben hat. Wenn wir uns nach links Richtung Neustetten halten, kommen wir an der Quelle vorbei. Ein Gedenkstein der Bibertfischerei-Genossenschaft am Wegesrand erinnert an die Fassung der Quelle im Jahr 1914. Von hier aus laufen wir etwa 500 Meter Richtung Neustetten den Berg hinauf. Oben angekommen sehen wir rechts den Modellflugplatz des „MFV Albatros“ liegen. An diesem wandern wir in Richtung Hochstraße und Virnsberg vorbei.

An der Stelle, wo der gepflasterte in einen Wiesenweg übergeht, biegen wir links ab und erreichen nach etwa 500 Metern die Hochstraße. Dieser folgen wir etwa 300 Meter, überqueren sie und können damit auch die letzten 400 Meter bis zu unserem Parkplatz oberhalb von Virnsberg auf einem Wiesenweg wandern. Wer jetzt noch Zeit und Kondition hat, läuft noch einmal nach Virnsberg hinunter...

 

Weitere Informationen:

 

Markt Flachslanden/Virnsberg/Sondernohe

Tel.: 09829/91110

www.flachslanden.de

 

Schloss Virnsberg

Tel.: 0911/36680968

veranstaltungsteam@schloss-virnsberg.de

 

Museum Heiliges Grab in Virnsberg

Tel.: 09829/94160

ganzjährig geöffnet von 9-20 Uhr, Führungen: an Sonn- und Feiertagen um 14 Uhr

 

Kirche St.Dionysius in Virnsberg und Mariä Himmelfahrt in Sondernohe

Tel.: 09829/304

 

Einkehr in Virnsberg

Gasthof/Pension „Zum Kreuz“

Schlossstraße 19, Tel.: 09829/300 www.zum-kreuz-virnsberg.de

(Montag Ruhetag)

 

Einkehr in Sondernohe

Gasthaus Stöhr/Hofmann

Sondernohe 15, Tel.: 09829/245

(Montag Ruhetag) 

Sylvia Fehlinger

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