|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
„Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Einwohnerzahlen langfristig rückläufig sind, aber wir tun alles dafür, um die jungen Leute bei uns zu halten“, sagt Helmut Krämer, seit 1990 Bürgermeister von Heiligenstadt in Oberfranken (Kreis Bamberg). Zu Beginn seiner Amtszeit waren knapp 17 Prozent der Bürger älter als 65 Jahre, 22 Prozent waren unter 18 Jahre alt. „Bis heute haben sich diese Zahlen genau umgedreht“, sagt der 55-Jährige. Viele Jüngere gehen für ihre Ausbildung oder zum Studieren in die Stadt. Wer täglich nach Bamberg, Forchheim oder Erlangen fährt, überlegt sich dann oft auch dorthin zu ziehen.
„Wir wissen ja, wo den jungen Leuten der Schuh drückt“, sagt der Bürgermeister. Das jüngste seiner vier Kinder ist 18 Jahre alt. „Da bekomme ich schon mit, was im Schulbus oder Jugendtreff besprochen wird.“
Damit die Jungen bleiben, versucht die Gemeinde für gute Zufahrtsstraßen zur Autobahn zu sorgen und die Angebote der Volkshochschule und Sportvereine zu erhalten. Außerdem werden derzeit der Kindergarten, die Krippe und die Grundschule im Ort zusammengelegt. „Damit Eltern mehrerer Kinder keine doppelten Fahrtwege mehr haben.“
Heiligenstadt soll familienfreundlicher werden. Denn mit der Bevölkerung gehen auch die Einnahmen einer Gemeinde zurück. „Rentner zahlen nun mal keine Einkommenssteuer“, sagt Krämer. Straßen, Wasserleitungen und Kläranlage müssen aber auch für weniger Bürger bis zum hintersten Ortsteil erhalten und finanziert werden.
