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Don will in die Deutsche Zentralbank einbrechen und die Druckplatten für 50- und 100 Euro-Scheine stehlen. Dazu erpresst er den Vize-Chef, einen Inder, der Dreck am Stecken hat. Zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor versammelt Don für sein Vorhaben eine kleine Armee. Doch Interpol hat bereits die Fährte aufgenommen.
Als besonders hartnäckig erweist sich dabei Agentin Roma (Priyanka Chopra). Die zwar eine schnuckelige Polizistin ist, aber noch eine Rechnung mit dem Don offen hat.
Bollywood heißt das Zauberwort – eine Wortkreuzung aus der indischen Filmmetropole Bombay und Hollywood. Über 900 Streifen produziert das Land jährlich und hat damit die USA als Nabel der Zelluloidwelt längst verdrängt. Diese Filme haben sich auch bei uns zum Verkaufsschlager entwickelt. Kinoerfolge aus Indien folgen alle einem gewissen Rezept: Die Geschichte hat eine epische Länge von weit über zwei Stunden. Die Balance liegt zwischen Kitsch, Romantik, Action und Pathos. „Don“ ist mit Superstar Sharukh Khan in der männlichen Hauptrolle besetzt. Der 46-Jährige ist nicht nur der gefragteste Darsteller, sondern auch der erfolgreichste Produzent der indischen Filmgeschichte. „King Khan“ ist eine Mischung aus George Lucas und George Clooney.
„Don - The King is back!“ entpuppt sich als Remake des Gangsterthrillers „Don“, der in den 70ern die indische Antwort auf die amerikanischen Blaxploitation-Streifen war. Das Ergebnis ist Hochglanzkino mit einem bombastischen Soundtrack, wuchtigen Bildern und viel krawallreichem Nonsens. Obwohl es ständig knallt, bleiben die Designer-Klamotten unbeschädigt und knitterfrei. Die Luxuslimousinen durchbrechen Mauern und sind immer noch gut in Schuss: offenbar Wertarbeit. Ansonsten spielen die Deutschen hier nur Nebenrollen. Dafür gab man ihnen zünftige Namen wie Karl und Dietrich.
Wer auf die knallbunten Bollywood- Tanzszenen steht, der wird enttäuscht. Es wird wenig geschwoft und wenn, dann zu krachender Techno-Mucke. Shahrukh Khan darf den ganzen Streifen lang diabolisch lächeln. Sein Spiel überzeugt durch Charme, doch subtil geht anders. (CINECITTA)
