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„Er hat auf jeden Fall das Equipment dabeigehabt“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz am Mittwoch. Aber: „Eingehängt war er sicherlich nicht.“ Sonst hätte das Klettersteigset Albert vor dem Sturz in die Tiefe bewahrt. Das Set verbindet die Kletterer mit einem fest im Fels verankerten Stahlseil.
Obwohl Albert als einer von drei Führern mit einer 17-köpfigen Teilnehmergruppe am „Höhenglücksteig“ unterwegs war, sucht die Polizei nach Zeugen des Unfalls. „Man kann nicht von jeder Stelle den ganzen Steig einsehen. Daraus ergibt sich, dass nur ein paar Leute in Sichtweite waren“, erläuterte der Polizeisprecher. Die Beamten hoffen, die Unfallursache im Laufe der nächste Woche klären zu können. „Wir haben bislang keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden.“ Albert war einer der Pioniere der Freikletterbewegung und einer der bekanntesten Alpinisten Deutschlands. Sein Name steht für zahlreiche extrem schwierige Kletterrouten in den Alpen, im Karakorum und in Patagonien. Zur Legende wurde der Franke mit dem verschmitzten Lächeln, nachdem er 1975 einen neuen Stil in der Kletterwelt verankerte, der inzwischen weltweit anerkannt ist.Das Ziel des sogenannten Rotpunktkletterns ist es, eine Route ohne Pause oder Sturz und ohne technische Hilfsmittel an natürlichen Griffen und Tritten durchzusteigen. Derart gemeisterte Touren markierte Albert mit einem roten Punkt an der Wand – daher der Name.
Der Profi-Kletterer, der früher Lehrer für Mathematik und Physik war, erschloss in seinem Heimatrevier in der Fränkischen Schweiz zahlreiche Routen. Die Wohngemeinschaft mit Seilpartner Wolfgang Güllich, die zum Treffpunkt der Szene wurde, ist bis heute unvergessen. Gemeinsam schoben die beiden die kletterbaren Schwierigkeitsgrade immer weiter nach oben; 1985 erhielten sie zusammen mit Sepp Gschwendtner das Silberne Lorbeerblatt, die höchste Sportauszeichnung der Bundesrepublik. In den Jahrzehnten darauf gelangen Albert zahlreiche Erstbegehungen extrem hoher Wände. Von seinen Expeditionen berichtete der Freikletterer lebhaft und anschaulich bei seinen Dia-Vorträgen.
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