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Manche Eltern möchten ihren Nachwuchs schon frühzeitig an Musik gewöhnen. Deswegen hören diese Mütter in der Schwangerschaft bewusst eine ihrem Geschmack entsprechende Musikauswahl. Selbst, wenn sie damit nicht das gewünschte Ergebnis erzielen sollten, schaden sie ihrem Baby wohl kaum.
Schwieriger wird es, wenn der Nachwuchs selbst Musik machen möchte. Dann stehen viele Erwachsene ratlos vor der Frage: Welches Instrument passt zu meinem Kind? Die NZ möchte mit dem Musiktalent-Check eine Entscheidungshilfe geben. Fachlich beraten wird die Zeitung dabei von Orchestermitgliedern der Nürnberger Symphoniker.
Ergreifend schöne Oboenklänge füllen den Raum. Dass Helmut Bott in seinem Element ist, hört selbst der Laie. Der Solo-Oboist der Nürnberger Symphoniker ist mit seinem Instrument geradezu verschmolzen. Unzählige Ubungsstunden stecken in diesem wunderbaren Klang.
In einem Video, das auf dem NZ-Internet-Auftritt zu finden ist, erklärt Bott die Funktionsweise des Holzblasinstruments. Moderatorin und NZ-Redakteurin Anabel Schaffer befragt das Mitglied der Nürnberger Symphoniker zudem nach speziellen Eigenschaften und Besonderheiten der Oboe. Im Mittelpunkt des Interviews stehen vor allem Fragen rund um das Erlernen des Instruments.
Welches Alter sollte das Kind haben, ist ein geduldiger Typ gefragt oder stimmen rasche Lernerfolge auch ungeduldige Musiktalente gnädig? Eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen ist per Link einzusehen. Dieser führt auf die Seite von Nürnberg plus. Es ist geplant, den NZ-Musiktalent-Check in nächster Zeit mit einer Übersicht zu ergänzen, die Auskunft über die Musikschulen und andere Angebote zum Erlernen eines Instruments im Großraum geben soll.
In den kommenden Wochen werden die verschiedenen Instrumentengruppen eines Orchesters auf diese Weise vorgestellt. Unterstützt wird die NZ-Redaktion dabei von Lucius Hemmer, Intendant der Nürnberger Symphoniker. Der NZ-Musiktalent-Check wächst somit kontinuierlich, um schließlich allen musikalisch Wissensdurstigen ein informatives Kompendium zu bieten. Das ist dann auch zusätzlich im NZ-Franken-Wiki im Internet zu finden.
Die Videos präsentieren mit kleinen Tonbeispielen verschiedene Hörproben. Sie erleichtern die Entscheidung für oder gegen ein Instrument. Die NZ-Redaktion stellt zunächst klassische Instrumente vor, von der bekannteren Geige bis zum ausgefalleneren Fagott oder Contrabass. Alle Informationen wurden unter dem Gesichtspunkt zusammengestellt, dass Kinder diese Instrumente erlernen wollen. Zudem gibt es Tipps, wo man sich beispielsweise eine kindgerechte Querflöte ausleihen kann.
Für Erwachsene, egal ob Eltern, Großeltern oder Musik interessierte Konzertbesucher, bietet diese Reihe jede Menge Insiderwissen. So verrät Oboist Helmut Bott, warum sein Instrument «kräht«, woran es erinnert und welch (spannende) Stellung es bei den Nürnberger Symphonikern bekleidet.
Cello, Geige und Horn warten
In den nächsten Folgen werden Cello, Geige und Horn vorgestellt. Die Zuschauer erfahren in des weiteren, warum Trompeter meist humorvoll sind und, dass die Klarinette in Nürnberg erfunden wurde. Die Serie soll in einem relativ kurzem Erscheinungsrythmus eine breite Palette von Möglichkeiten aufzeigen.
Eine gute Gelegenheit, die Musiker der Nürnberger Symphoniker in Aktion zu sehen, bieten die Familienkonzerte im Dezember in der Meistersingerhalle. In der kommenden Woche finden dort auch Schulkonzerte statt. In allen Fälllen kommt «Peter und der Wolf« zur Aufführung. Ein kindgerechtes, zur Vorstellung der Instrumente geeignetes Stück, das schon Generationen von Schülern begeistert hat.
Für Kurzentschlossene noch ein Hinweis: Die Kasse in der Kleinen Meistersingerhalle ist am heutigen Samstag 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Für die Vorstellung am 12. Dezember sind Kartenreservierungen unter 474 01-54 (Samstag und Sonntag nicht besetzt ist!) möglich.
Der NZ-Musiktalent-Check wird kontinuierlich auf der Homepage der Nürnberger Zeitung fortgesetzt. Die Folgen lassen sich im entsprechendenThemenarchiv abrufen. Die Nürnberger Symphoniker haben eine eigene Webseite, auf der ihr Programm abrufbar ist: www.nuernbergersymphoniker.de
