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Im Historischen Rathaussaal ließen sich die Menschen von Barbara Engelhard geduldig durch die Gegend schieben. 50 bis 200 Teilnehmer brachte die Künsterlin in Position - und fertig war eine Skulptur zum Thema Nürnberg. Geplant waren Szenen mit den Titeln: Nürnberger Trichter, Kaiserkrone, Kronleuchter, Ehre und Stolz, Schöner Brunnen, Sechsstern, Gericht und Menschenfluss.
Im Kunsthaus K4 ließen sich die Besucher gar auf eine fast beängstigende Interaktion mit den Künstlern Michael Dietlinger und Christian Weiß ein: Für "15 Minuten Ewigkeit“ ließen sich pro Durchgang etwa 20 Menschen mit einer schwarzen Maske über den Kopf an Stühle fesseln. Das erzwungene Innehalten erforderte einen großen Vertrauensvorschuss. Das Experiment sollte zur Auseinandersetzung mit den Themen Krieg, Terror und Folter anregen.
So gut besucht wie noch nie war das Parkaus Sterntor. Begeisterte Zuschauer wollten im sechsten Stock die malende Waschmaschine von Martin Stiefel sehen. Die mit Farbdosen umgürtete Waschmaschine sonderte im Fünf-Minuten-Takt Kunstwerke im Stil von Action-Painting auf einst weißen Leinwänden ab. Und die Zuschauer? Waren begeistert.
Der große Erfolg der Blauen Nacht war allerdings auch ihr größtes Problem. Gegen 22 Uhr ging auf Nürnbergs Burgstraße nichts mehr: Zehntausende Besucher verstopften die Hauptachse zwischen Hauptmarkt und Kaiserburg. Zum Verdruss Vieler blieb so manches Kulturerlebnis des nächtlichen Kunst-Marathons wegen des Gedränges auf der Strecke. Andernorts brachten lange Schlangen Besucher um eine vielversprechende Attraktion.
Da half es auch nichts, dass die Nürnberger Kulturreferentin Julia Lehner (CSU) dem dichten Gedränge zwischen den Hauptattraktionen der «Blauen Nacht» etwas Erfreuliches abzugewinnen suchte: «In der Altstadt hat es wunderschön gebrodelt», stellte sie in einer Bilanz kurz nach Mitternacht mit. Nach ersten Zahlen von Polizei und dem städtischen Kulturreferat hatten sich während des fünfstündigen Kulturmarathons rund 140 000 Menschen aus weitem Umkreis in der Altstadt getummelt - rund 20 000 mehr als vor einem Jahr.
Mo. 21.05.12
So. 20.05.12
So. 20.05.12
So. 20.05.12
So. 20.05.12
Mi. 23.05.12
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Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12