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Bürger und Stadträte lagen im Clinch

Spiele-Duell „Schlag den Rat“ im Fembohaus - 19.10. 17:54 Uhr

Nürnberg  - Normalerweise herrscht, wie in Museen üblich, auch in den geheiligten Hallen des Stadtmuseums Fembohaus ehrfurchtsvolle Stille. Am Samstagnachmittag aber steppte hier der Bär. Um genau zu sein: Es war nicht wirklich ein Bär. Nein, es waren Bürger und Bürgerinnen und ihre gewählten Volksvertreter. Und die haben nicht gesteppt, sondern friedlich, aber höchst temperamentvoll miteinander gespielt.


Konzentriert zielen – und dann auch treffen: Am Ende gewann Bürgermeister Horst Förther gegen seinen Kontrahenten Hans Hengster.
Konzentriert zielen – und dann auch treffen: Am Ende gewann Bürgermeister Horst Förther gegen seinen Kontrahenten Hans Hengster.
Foto: Hagen Gerullis
Konzentriert zielen – und dann auch treffen: Am Ende gewann Bürgermeister Horst Förther gegen seinen Kontrahenten Hans Hengster.
Konzentriert zielen – und dann auch treffen: Am Ende gewann Bürgermeister Horst Förther gegen seinen Kontrahenten Hans Hengster.
Foto: Hagen Gerullis

Das Duell der besonderen Art firmierte unter dem Titel „Schlag den Rat – Bürger gegen Rat“. Die Veranstaltung wurde aufgelegt im Rahmen des Beiprogramms zur aktuellen Sonderausstellung „Mitspieler gesucht! Das Deutsche Spielearchiv Nürnberg“. Der Spieleparcours mit zehn Stationen zog sich durch das gesamte Fembohaus und die Ausstellung. Gefragt waren Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Fingerfertigkeit und Wissen.

Acht Bürger standen Bürgermeister Horst Förther und sieben Stadträten gegenüber. Die Paarungen wurden ausgelost. „Ich bin ein guter Verlierer“, beruhigte Hans Hengster gleich zu Beginn der Partie seinen Mitspieler Förther. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen gewann am Ende tatsächlich der Bürgermeister. Brigitte Wellhöfer war die ungekrönte Memory-Königin des Spielnachmittags. Und auch beim Wurfspiel zeigte sich die Stadträtin, angefeuert von begeisterten Zuschauern, bemerkenswert zielsicher.

Stadträtin Brigitte Wellhöfer (r.) war die ungekrönte Memory-Königin des Spielnachmittags.
Stadträtin Brigitte Wellhöfer (r.) war die ungekrönte Memory-Königin des Spielnachmittags.
Stadträtin Brigitte Wellhöfer (r.) war die ungekrönte Memory-Königin des Spielnachmittags.
Stadträtin Brigitte Wellhöfer (r.) war die ungekrönte Memory-Königin des Spielnachmittags.



Erklärter Champion aber war in dieser Disziplin Arif Tasdelen, auch wenn die Bürgerin Christine Schüßler dem Ratsherrn ansonsten durchaus gewachsen war. Obwohl Tanja Haas eher auf Memory, Kniffel und Kartenspiele spezialisiert ist, erzwang die Anfängerin im Tischfußballspiel „Weykick“ gegen Stadtrat Michael Ziegler in einem packenden Spiel in letzter Sekunde den Ausgleich. Das Publikum tobte.


Gespielt wurde bei der Veranstaltung „Schlag den Rat“ überall im Museum.
Gespielt wurde bei der Veranstaltung „Schlag den Rat“ überall im Museum.
Gespielt wurde bei der Veranstaltung „Schlag den Rat“ überall im Museum.
Gespielt wurde bei der Veranstaltung „Schlag den Rat“ überall im Museum.

Im ersten Stock des Fembohauses hieß es, im Glanze eines imposanten Kronleuchters zehn Tiere in einem Sack zu ertasten und zu benennen. Dabei machte Förther als Tiergartenreferent eine wirklich gute Figur. Beim Nürnberg Quizspiel wähnte er die Ice Tigers noch immer auf dem ersten Tabellenplatz, obwohl sie nach ihrer Niederlage tags zuvor auf Platz drei zurückgefallen sind. Für so viel Optimismus hätte der Sportbürgermeister eigentlich einen Extrapunkt verdient.

Der spannende und unterhaltsame Spielnachmittag bereitete Bürgern und Rat sichtlich Vergnügen. Ein Erfolg, der den Kommunalpolitikern zeigt, dass ihre Entscheidung vom Mai 2009 richtig war, trotz klammer Kassen das Deutsche Spielearchiv aus Marburg zu erwerben. Die Übernahme der rund 30000 Spiele und 7000 Fachbücher umfassenden Sammlung impliziert eine intensive Verknüpfung mit der freien Spiele-Szene.

Die Veranstaltung „Schlag den Rat“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Spieleclub Ali Baba. Der 1991 gegründete Verein stellte unter anderem elf Spielbetreuer und Schiedsrichter. Sein Angebot, beispielsweise Spiele-Nachmittage für Kinder, ergänzt die Arbeit des Jugendamtes.

Die Sonderausstellung „Mitspieler gesucht! Das Deutsche Spielearchiv Nürnberg“ läuft noch bis 21. November im Stadtmuseum Fembohaus.



  



Uschi Assfalg

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