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Bye, bye "easyCredit"?

Teambank erwägt nach Protesten auf die Namensrechte am Nürnberger Stadion zu verzichten - 10.10. 15:18 Uhr

Nürnberg  - Viele Freunde hatte der Name von Beginn an nicht - zumal im Fränkischen, wo "easyCredit" mehr klingt wie ein Räuspern als eine Bezeichnung für eine Sportstätte. Inzwischen hat die Teambank, Inhaber der Namensrechte für das Nürnberger Fußballstadion, erwogen, auf den Namen easyCredit zu verzichten. Höchste Zeit also, einen neuen zu suchen.


Ist bald Schluss mit dem easyCredit-Stadion?
Ist bald Schluss mit dem easyCredit-Stadion?
Foto: nz-archiv
Ist bald Schluss mit dem easyCredit-Stadion?
Ist bald Schluss mit dem easyCredit-Stadion?
Foto: nz-archiv

Noch bis 15. Oktober läuft die Kampagne des Vereins Deutsche Sprache (VDS), der gegen den Namen „easyCredit-Stadion“ mobil macht und eine Umbenennung der Spielstätte des Clubs fordert. Die Hoffnung der Unterschriftensammler auf die die Rückkehr zum alten Namen Frankenstadion erschien bisher wenig realistisch, erhält nun aber neue Nahrung: Die Teambank zögert bei der Verlängerung des 2011 auslaufenden Vertrags.

Der Kontrakt könnte per Option um weitere vier Jahre verlängert werden (die NZ berichtete). Ursprünglich hatte die Bank ihrem Produkt „easyCredit“ über den Stadionnamen mehr Popularität verschaffen wollen. Da sich aber unter den Nürnbergern nur wenig Befürworter des Namens finden, sind dem Finanzinstitut nun offenkundig selbst Zweifel gekommen, ob ein weiteres Engagement in dieser Hinsicht sinnvoll ist. In einem Brief an die Betreibergesellschaft des Stadions hat die Teambank Medieninformationen zufolge deswegen die Verhandlungen über die Vertragsverlängerung vorerst auf Eis gelegt.


Der Verein Deutsche Sprache stößt derweil bei seiner Unterschriftenaktion auf sehr viel positive Resonanz. Über 3200 Autogramme hat die Initiative bereits gesammelt. Annette Scheil, stellvertretende Regionsvorsitzende des VDS, berichtet von amüsanten Vorfällen am Informationsstand, den der Verein kürzlich in der Innenstadt aufgestellt hatte: So habe ein Bürger gefragt, ob man denn nun schon einen Kredit aufnehmen müsse, um sich eine Eintrittskarte für den 1.FC Nürnberg leisten zu können.

Und auch die urfränkischen Kommentare begeisterten Scheil und ihre Mitstreiter: „Her midd dera Lisdn, damid der Bläidsinn endli aafheerd“, meinte einer. Einer älteren Frau war die 2006 erfolgte Umbenennung schlichtweg entgangen: „Wäi hassd des edz? Isigreddid, iich glaab ich schbinn!“

Wer sich der Kampagne anschließen will, hat dazu unter www.vds-mfr.de die Möglichkeit. Die Formulare können aber auch bei VDS-Chef Gerhard Schwarz (Kirchenstraße 16, 90537 Feucht) bestellt werden.

Welchen Namen würden Sie für das Nürnberger Stadion bevorzugen. Frankenstadion, Max-Morlock-Arena oder vielleicht doch "Hoch-Tief"? Schreiben Sie uns Ihre Meinung und kommentieren Sie diesen Artikel. 




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