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Das Grundstück zwischen Mendel-, Feuerlein- und Adam-Kraft-Straße hat im vergangenen Juli die Alpha-Gruppe von Immobilienentwickler Gerd Schmelzer aus dem Quelle-Nachlass herausgekauft. Letzter Eigentümer war der Amsterdamer Immobilienfonds Highstreet. Der weitaus größte Teil des Grundstücks, das gegenüber dem Justizpalast liegt, ist unbebaut und diente bis zur Insolvenz Quelle-Mitarbeitern als Parkplatz. Das ehemalige Möbelhaus mit den Hausnummern 109-113, das Ende der fünfziger Jahre gebaut und dann von Quelle übernommen wurde, nutzte der Versender zuletzt als Lager.
Die Datev, ein genossenschaftlich organisierter Dienstleister für steuerberatende Berufe, ist mit ihren fast 6000 Mitarbeitern auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilt. Der Standort Fürther Straße 109–113 ist für die Datev besonders attraktiv, weil in direkter Nachbarschaft schon Dependancen des Unternehmens sind. An dem neuen Standort könnten dann die Programmierer zusammengefasst werden. Es wäre auch Platz für neue Mitarbeiter, denn die Datev hat selbst in Zeiten der Krise zugelegt.
Geplant ist eine neue Einheit für 1000 bis 1200 Beschäftigte. Vor einigen Jahren wollte die Datev sogar selber von der Quelle das Grundstück kaufen. Derzeit ist sie aber an einem Mietverhältnis interessiert. Die Verhandlungen mit der Alpha-Gruppe laufen schon länger. Auf Anfrage hält sich das Unternehmen sehr zurück und teilte lediglich mit: „Datev prüft derzeit in Kooperation mit einem Projektentwickler die Machbarkeit, das heißt die Wirtschaftlichkeit sowie die Infrastruktur eines zentralen Entwicklerstandorts in Nürnberg.“ Wenn es zum Abschluss mit der Alpha-Gruppe kommt, dann würden die Kaufhaus-Reste abgerissen und ein attraktiver Neubau entstehen. Im Rathaus steht man dem Projekt sehr aufgeschlossen gegenüber, denn der Neubau würde dem Umbau im Stadtwesten neue Impulse geben. Schmelzer hatte der Stadt zugesichert, dass auf dem Areal, das derzeit eher einer Betonwüste gleicht, großzügig Grünflächen angelegt werden.
Als Investitionsbedarf ist ein höherer zweistelliger Millionenbetrag im Gespräch. Das Problem für die Datev besteht darin, dass sie ein Gesamtpaket schnüren muss, denn wenn der neue Standort bezogen wird, müssten alte aufgegeben werden. In der Regel sind es Immobilien, die über eine aufwendige und teure Technik verfügen. Offenbar pokern Datev und die Alpha-Gruppe in den Endverhandlungen über den Mietpreis. Das gehört dazu.
Mo. 16.01.12
Sa. 26.11.11
Sa. 12.11.11
Do. 10.11.11
Sa. 09.07.11