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Der Stoffwechsel rotiert, der Schweiß fließt, die Pfunde purzeln

In der neuen NZ-Serie „Stark in den Sommer“ haben zwei Sportredakteure den Kilos den Kampf angesagt - 04.04. 18:32 Uhr

Nürnberg  - Sie haben auch schon vieles ausprobiert, ein paar überflüssige Pfunde loszuwerden. Brigitte-Diät, Hollywood Stardiät, Kohlsuppendiät – alles umsonst, der Jojo-Effekt hat ihr Gewicht wieder in die Höhe getrieben. Sportredakteuren geht es da wie jedem anderen, insofern sich zwei Mitglieder des NZ-Sportressorts an einen Selbstversuch gewagt haben. „Stark in den Sommer“ heißt unsere neue Serie, in der wir auf „Metabolic Typing“ setzen.


Im neuen Jahr war es soweit. Der unvermeidliche Gang auf die Waage. Die Völlerei über die Feiertage wird ihre Spuren hinterlassen haben, das war klar. Das schlechte Gewissen machte sich langsam breit, wie ein Gruselklassiker von Vincent Price breitete sich das Entsetzen langsam aus. Ein Blick übers Bäuchlein kam einem Schock gleich, so nah war der dreistellige Bereich schon lange nicht mehr. Wenigstens nicht mehr, seitdem den Pfunden im vergangenen Jahr offiziell der Kampf erklärt wurde. Ganz radikal, gemäß dem Motto: Kampf den Kohlehydraten. Das hatte geholfen. Kurzfristig sowieso, mittelfristig auch ein wenig, nur langfristig überhaupt nicht.

An just diesem Punkt setzt das Programm an, das im Nürnberger Fitnesszentrum „Campus“ und in vielen anderen Studios dieser Tage angeboten wird. „Metabolic Typing“ nennt sich eine neue Form der Diät, die anders als die bisherigen Programme ganz individuell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kandidaten abgestimmt wird.

Klingt spannend. Ist es auch. Dahinter steckt ein von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern entwickeltes Stoffwechselprogramm zur Gewichtsregulation. So soll die bisherige Ernährung auf ein gesundes, ausgewogenes und eben persönlich zugeschnittenes Nahrungsprofil umgestellt werden. Wobei keine Kalorien gezählt werden, entscheidend ist die Ausgewogenheit von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten. Klingt nach Sauerampfer statt Schäuferla. Lecker jedenfalls nicht. Na prima. Ein Blick auf die beginnende Wampe reicht dann aber doch als innerer Antrieb. Es muss etwas geschehen. Der Kollege und ich beschließen, uns darauf einzulassen. Mit allen Konsequenzen.

Ganz leicht ist das nicht, der Gang über die Türschwelle des Campus ist der erste wichtige Schritt. Zurück kann ich nicht mehr, will ich auch nicht. Jetzt oder nie. Am Empfang wartet eine nette Dame, ein paar Formalitäten, dann geht’s schon los: Hochwissenschaftlich, genommen und geprüft werden allerlei Werte. Der eigene Stoffwechsel wird analysiert, welches Lebensmittel ist gut, was vertrage ich nicht, was wird gut oder schlecht verwertet. Die Messung der Zusammensetzung meines Körpers ermittelt nahezu grammgenau den Fettanteil. Traurig, aber wahr, so ein Ergebnis. Ein bisserl mehr dagegen könnt’s bei der Körperkraft sein. Das Ruhe-EKG, der Stresstest und der genaue Blick ins Innere per Organscanning fallen dagegen positiv aus. Ein Ansatz, immerhin.

In den nächsten Wochen wird der Schweiß fließen, das ist fester Bestandteil des Campus-Programms. Zweimal wöchentlich steht an insgesamt zehn Geräten ein Zirkeltraining an. Das verbrennt ordentlich Kalorien, baut Fett ab und Kraft auf, schont aber gleichzeitig das Muskel- und Bindegewebe. Vulgo, die Haut bleibt straff und glatt. Meine Frau wird’s gerne hören. Damit einhergehend soll auch die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, wie das gesamte Energieniveau, verbessert werden. Wer tiefer schläft, fühlt sich vitaler. Das macht Lust auf mehr...

Weitere Teile in den kommenden Wochen, Informationen im Campus-Gesundheitszentrum, Laufamholzstraße 114, Tel. 0911/5460561, das diese Studie unterstützt hat. 



F.P.



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