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Deutsche Bahn will Casino-Sperrbezirk nicht

Fronten zwischen Unternehmen und Stadt sind verhärtet - 11.02. 11:00 Uhr

Nürnberg  - Die Stadtverwaltung will verhindern, dass weitere Spielhallen im Hauptbahnhof eingerichtet werden. Und mit dem Bebauungsplanverfahren, das am Donnerstag im Stadtrat genehmigt wurde, hat das Bahnhofsmanagement nun tatsächlich keine Chance mehr, weitere Spielhallen zu installieren.

Der Hauptbahnhof soll auch in Zukunft ein spielhallenfreier Treffpunkt für Reisende, Pendler und Nürnberger sein – so will es die Stadt zumindest. Das Bahnhofsmanagement hat jedoch andere Visionen.
Der Hauptbahnhof soll auch in Zukunft ein spielhallenfreier Treffpunkt für Reisende, Pendler und Nürnberger sein – so will es die Stadt zumindest. Das Bahnhofsmanagement hat jedoch andere Visionen.
Foto: Edgar Pfrogner
Der Hauptbahnhof soll auch in Zukunft ein spielhallenfreier Treffpunkt für Reisende, Pendler und Nürnberger sein – so will es die Stadt zumindest. Das Bahnhofsmanagement hat jedoch andere Visionen.
Der Hauptbahnhof soll auch in Zukunft ein spielhallenfreier Treffpunkt für Reisende, Pendler und Nürnberger sein – so will es die Stadt zumindest. Das Bahnhofsmanagement hat jedoch andere Visionen.
Foto: Edgar Pfrogner

Seit mehreren Monaten steht die 500 Quadratmeter große Ladenfläche gegenüber von Gleis 1 leer, in der früher die Spielwaren- und Musikabteilung der Drogeriemarktkette Müller untergekommen war. Anfang September stellte die Bahn einen Antrag bei der Stadt, dort drei Spielhallen einrichten zu dürfen. Die Stadt reagierte prompt und stellte ihrerseits einen Antrag, den Hauptbahnhof als Sondergebiet auszuweisen und somit Spielhallen sowie Bordelle dort zu verbieten.

„Wir haben seit acht Jahren ein Spielcenter im Hauptbahnhof, das 150 Quadratmeter groß ist und noch nie zu Schwierigkeiten geführt hat“, sagt ein Bahnsprecher auf Anfrage der NZ. Das derzeitige Geschäft hätte man aufgegeben, wenn der neue Antrag genehmigt worden wäre. Doch schon diese Spielhalle im östlichen Teil des Bahnhofs ist der Stadt ein Dorn im Auge.



Doch die Bahn hat zunehmend mit Leerständen im Hauptbahnhof zu kämpfen – derzeit sind es neben der besagten Ladenfläche noch drei weitere Objekte, für die sich kein Mieter findet. Die Bahn will sich nicht dazu äußern, wer dort wann einzieht. „Für die derzeit freien Flächen gibt es Planungen, wie sie zukünftig belegt werden“, so der Bahnsprecher vage. Bei Mietpreisen zwischen 20 und 250 Euro pro Quadratmeter ist das Risiko für Einzelhändler groß, wenn diese nicht genug Umsatz generieren, weshalb sich vor allem Ladenketten im Hauptbahnhof ansiedeln.


Die Stimmung zwischen Stadt und Bahn ist so eisig wie die derzeitigen Temperaturen. „Es gibt einen Austausch zwischen uns – allerdings keinen Konsens“, sagt Ingo Schlick, der Interimsleiter des Stadtplanungsamtes.

Nun spielen beide Parteien auf Zeit. Ein Bebauungsplanverfahren kann bis zu zwei Jahre dauern, bevor mit dem Bau begonnen werden kann. Auch die Bahn hält sich die Fristen für Entscheidungen offen. Ein „Zeitraum von zwei Jahren“ für Umstrukturierungsmaßnahmen sei durchaus möglich, so der Sprecher.
  



Katrin Wiersch

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