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Der Zirndorfer Landschaftsarchitekt Urban Führes hat die Ideen in die Realität umgesetzt. In den Sandsteinfelsen wachsen jetzt südländische Pflanzen wie Ginster, Thymian, Lavendel, Katzenminze oder die Heiligenblume, und es gibt eine Wasserquelle, die einen kleinen Bach speist. Die Tiergartenbesucher haben von einer neuen Holzplattform aus eine gute Sicht in die Anlage. Von allen Gehegen im Tiergarten wird dieses am meisten von der Sonne verwöhnt und erwärmt sich dadurch besonders gut. Es ist deshalb ein ideales Zuhause für die Tiere, die jetzt darin leben: Breitrandschildkröten, Griechische Landschildkröten und Europäische Sumpfschildkröten. Sie kamen als Findlinge in die Auffangstation des Tiergartens.
Zur mediterranen Wohngemeinschaft gehört auch eine grüne Perleidechse, die größte Eidechse Europas. Außer diesen Reptilien haben einige Europäische Ziesel Einzug in die neue Anlage gehalten. Die niedlichen kleinen Nagetiere stammen ursprünglich aus den Steppengebieten und Graslandschaften in Südosteuropa, der Türkei und Teilen des Balkans; in Deutschland ist der Ziesel ausgestorben. Ziesel fressen für ihr Leben gern grüne Pflanzenteile, Samen, Wurzeln, Zwiebeln, Knollen oder auch Insekten. Die Schildkröten, Eidechsen und Ziesel ziehen sich in der kalten Jahreszeit zurück und halten eine Winterruhe.
Deshalb werden im Herbst noch weitere Mitbewohner ins Mediterraneum einziehen: Steinhühner, die das ganze Jahr über von den Besucher beobachtet werden können. Möglich wurde die Einrichtung der neuen Anlage nur durch die finanzielle Unterstützung des Vereins der Tiergartenfreunde und der Tierpaten, die zusammen eine Summe von 200.000 Euro für den Umbau aufgebracht haben.