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Ein Herz für Murmeltier und Pelikan

Martin Burkert wirbt für Tierpatenschaften - 02.02. 19:01 Uhr

Nürnberg  - Gestern wurde in den USA und Kanada der Tag des Murmeltiers gefeiert. Der Nürnberger SPD-Bundestagsabgeordnete nahm das zum Anlass, für Tierpatenschaften im Tiergarten zu werben. "Das ist auch eine schöne Geschenkidee", so Burkert. Eine Patenschaft gibt es für Kinder ab einer jährlichen Spende von 30 Euro, für Erwachsene ab 50 Euro.

Martin Burkert wollte die Murmeltiere nicht aus dem Winterschlaf wecken und posiert deshalb mit einem Stofftier – und mit Monika Prell.
Martin Burkert wollte die Murmeltiere nicht aus dem Winterschlaf wecken und posiert deshalb mit einem Stofftier – und mit Monika Prell.
Foto: Eduard Weigert
Martin Burkert wollte die Murmeltiere nicht aus dem Winterschlaf wecken und posiert deshalb mit einem Stofftier – und mit Monika Prell.
Martin Burkert wollte die Murmeltiere nicht aus dem Winterschlaf wecken und posiert deshalb mit einem Stofftier – und mit Monika Prell.
Foto: Eduard Weigert

Als Burkert vor drei Jahren heiratete, schenkten seine Mitarbeiter ihm und seiner Familie Patenschaften für einen Präriehund, einen Rosapelikan, einen Clownfisch – und ein Murmeltier. Eine Patenschaft läuft ein Jahr lang und verlängert sich nicht automatisch.

Der Bundestagsabgeordnete entschied sich dafür, sie weiterzuführen. Und das nicht nur, weil es ab einer jährlichen Spendenhöhe von 500 Euro eine Familien-Jahreskarte gratis dazu gibt. „Der Tiergarten liegt mir am Herzen, er ist ein Aushängeschild für Nürnberg“, sagt Burkert.

Ob ein Kind von seinem Taschengeld 30 Euro für ein Kleintier wie Degu (ein Nagetier) oder Kaninchen spendet oder eine Firma 7500 Euro für die „teuersten“ Tiere wie Eisbär, Panzernashorn oder Delfin ausgibt: Das Geld kommt dem jeweiligen Tier zugute, verspricht Monika Prell, die beim Tiergarten für die Paten zuständig ist. „Natürlich werden auch Tiere ohne Paten gut versorgt.“ Aber mit den Spenden können zum Beispiel das Gehege verschönert, Spielzeug und Medizin gekauft werden.



Derzeit gibt es 635 Futterpaten, die durchschnittlich jeweils 150 Euro im Jahr spenden. 80 Kinder zahlen eine Patenschaft von ihrem Taschengeld. Das wird belohnt: Regelmäßig werden spezielle Kinderführungen nur für die Paten angeboten.

Die Erwachsenen können sich auf einer Tafel im Tiergarten und/oder im Internet verewigen lassen. „Manche wollen aber anonym bleiben.“ Auch für Firmen kann sich eine Patenschaft lohnen: Ab einer jährlichen Spende von 2500 Euro können diese ein Schild mit ihrem Logo am Gehege des jeweiligen Patentiers anbringen lassen. In diesem Bereich würde sich Monika Prell noch ein bisschen mehr Engagement wünschen.

Nicht nur Martin Burkert mag Murmeltiere: 123 Menschen stehen für das Nagetier Pate. Auf Platz zwei landet der Präriehund mit 121 Patenschaften, gefolgt vom Chamäleon (54), dem Flamingo (39) und dem Degu (27). Gerne werden Patenschaften für Tiere verschenkt, denen man bestimmte Eigenschaften zuschreibt: Frauen etwa schenken ihren Männern gern Patenschaften für Hausesel oder, als es sie im Tiergarten noch gab, Faultiere.

Mehr Infos unter www.tiergarten.nuernberg.de
 



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