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Drei unterschiedliche Ganztagesangebote, vielfältige Arbeitsgemeinschaften, zum wiederholten Mal die zweitbeste Schülerfirma Bayerns – das beeindruckende Schulcafé »Chilli«, um nur ein Beispiel zu nennen. Keine Frage, an dieser Hauptschule hat sich in den letzten Jahren viel getan. Das Resultat: »Die Jugendlichen fühlen sich hier wohl«, so Schulleiter Jan Titgemeyer: »Sie identifizieren sich wieder in einem hohen Maße mit der eigenen Schule.«
»Die Schule muss als Lebensraum verstanden werden«, sagt Titgemeyer, »sie ist heute eher mit einem Dienstleistungsunternehmen vergleichbar.« Hier werden die Schüler auf das Leben vorbereitet, sollen die nötige Lebensreife bekommen.
Das funktioniere auch mittlerweile, doch kann eine Schule diese Aufgabe nicht alleine stemmen. »Gerade bei dem Übergang ins Berufsleben herrschen noch große Defizite, die mit kurzfristigen Maßnahmen kaum ausgeglichen werden können«, so Titgemeyer. Zwar helfen Praktika und die Vernetzung mit Unternehmen und Ausbildungsbetrieben, doch reichten diese Maßnahmen oft nicht aus.
Hier setzt Peter Held an. Konkurrenzlos ist die Hilfe, die er mit seinen Schülercoaches nach dem Cadolzburger Model im sechsten Jahr anbietet. Ausgebaut zur Stiftung und mit einer vorzeigbaren Erfolgsbilanz, setzt dieses vielfach ausgezeichnete Projekt zwischen Schule, Familie und Berufsleben an. Ein »Schülercoach« begleitet einen Jugendlichen ab der siebten Klasse bis in die Ausbildung oder in eine weiterführende Schule. »Mit dem Ziel, dass die Schüler diesen Übergang nahtlos schaffen, nicht in Warteschleifen hängenbleiben«, erklärt Peter Held.
Schülercoaches ersetzen nicht die Nachhilfe, treten nicht in Konkurrenz zu Familie und Freunden. »Ein Coach ergänzt vielmehr das soziale Umfeld des Schülers, hilft, dessen Potential zu entdecken und zu entwickeln, so Held: »Er hilft bei der Entwicklung von Selbstbewusstsein, aber auch der notwendigen Sozialkompetenz – essentiell für eine spätere erfolgreiche Vermittlung.«
Gab es diese Unterstützung bislang nur an zwei Nürnberger Hauptschulen, sollen die Coaches jetzt an vier weiteren Schulen eingeführt werden. Dazu braucht es engagierte Bürgerinnen und Bürger. »Coach kann prinzipiell jeder werden, der gefestigt im Leben steht«, so Peter Held.
Wer einen jungen Menschen auf seinem Weg in ein chancenreiches Leben begleiten möchte, sollte an einem der folgenden Infoabende teilnehmen: Montag, 17. Mai, Hauptschule St. Leonhard, Dienstag, 18. Mai, Herschelschule, Mittwoch, 19. Mai, Hauptschule Schlößleinsgasse oder Donnerstag, 20. Mai, Ossietzky-Hauptschule. Jan Christgau
Weitere Infos gibt es unter der Adresse www.der-schuelercoach.de im Internet.