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Das teilte die VAG Verkehrsaktiengesellschaft auf NZ-Anfrage mit. „Die Gewerkschaft hat erklärt, Streiks nur sehr kurzfristig anzukündigen“, sagt Personalvorstand Karl-Heinz Pöverlein.
Das Verkehrsunternehmen rät seinen Kunden, die Medien zu verfolgen. Auch im Internet (www.vag.de) will es die Fahrgäste auf dem Laufenden halten. „Wir empfehlen allen, sich schon einmal über geeignete Alternativen zu Bus und Bahn Gedanken zu machen“, so VAG-Sprecherin Elisabeth Seitzinger.
Zwar werde man versuchen, die Fahrpläne einzuhalten. Doch weil nicht bekannt ist, wie viele VAG-Mitarbeiter in der GDL (Gewerkschaft der Lokführer) organisiert sind, könne man nicht abschätzen, wie groß der Schaden tatsächlich wäre. „Es wird aber keinesfalls so schlimm wie im vergangenen Jahr“, verspricht Elisabeth Seitzinger. Damals hatten neben den GDL- auch die ver.di-Mitglieder gestreikt. Der Beamtenbund vertritt für die GDL die Interessen von nur rund 1000 der insgesamt etwa 6500 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr in Bayern.
Sollte es zu Ausfällen kommen, hat die VAG bereits eine Reserve mobilisiert, die im Notfall einspringen kann. Das seien Mitarbeiter, die im aktiven Fahrdienst tätig waren, bevor sie beispielsweise in Führungspositionen aufrückten. Nun muss der Chef also möglicherweise wieder selbst ans Steuer.
Betroffen sein werden wohl vor allem Straßen- und U-Bahnen. Der Busverkehr in Nürnberg wird zu 30 Prozent von privaten Unternehmen bestritten, in Erlangen sind es sogar 50 Prozent. „Und die fahren in jedem Fall“, so Seitzinger.
Die Gewerkschaft der Lokführer hatte ihre Mitglieder am Montag zur Urabstimmung aufgerufen. Mit 98,7 Prozent stimmten sie für einen Arbeitskampf. Im Gegensatz zu ver.di hatte die dbb tarifunion/GDL das Angebot des Kommunalen Arbeitgeberverbands abgelehnt. Es beinhaltete 1,6 Prozent mehr Lohn sowie eine Einmalzahlung über 240 Euro.
„Das war ein gutes Angebot“, meint Karl-Heinz Pöverlein. Die Forderung der GDL umfasse unter anderem eine Verkürzung der Arbeitszeit. „Wir haben das hochgerechnet. Wenn wir darauf eingehen würden, müssten wir 50 Fahrer mehr einstellen. Das geht über unsere wirtschaftlichen Grenzen hinaus.“
Mehr zu den Nahverkehrsstreiks in Bayern lesen Sie auf Seite 15.