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Für eine Stunde gehen die Lichter aus

Zur "Earth Hour" am 26. März - 19.03. 10:30 Uhr

Nürnberg  - Nürnberg beteiligt sich wie 45 andere deutsche Städte am Samstag, 26. März, an der „Earth Hour“, der „Stunde der Erde“. Von 20.30 bis 21.30 Uhr wird die Beleuchtung markanter Gebäude und Sehenswürdigkeiten ausgeschaltet. Damit soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass jeder durch Energiesparen einen Beitrag dazu leisten kann, Klima und Umwelt zu schützen.


Außerdem findet um 20.30 Uhr im Historischen Rathaussaal ein Konzert der „BlechMafia“ statt, einer elfköpfigen Gruppe aus Blechbläsern und einem Schlagzeuger, die sich im Sommer letzten Jahres gegründet hat. Stephen Jenkins, Mitglied der „BlechMafia“, stammt aus Australien. Dort hat der WWF im Jahr 2007 die Umweltschutzkampagne „Earth Hour“ ursprünglich gestartet. Heuer beteiligen sich 128 Länder mit vielen Tausend Städten. In Bayern sind außer Nürnberg auch Aschaffenburg, Augsburg, München und Würzburg dabei, außerdem Schloss Neuschwanstein als berühmtes Bauwerk.

Die „BlechMafia“ verzichtet bei ihrem Konzert im Dunkeln während der „Earth Hour“ im Rathaussaal auf alles unnötige Licht und benutzt auf der Bühne nur LED-Leuchten. Das Programm soll ein musikalischer Spaziergang durch Städte sein, die schon bei der Umweltaktion mitgemacht haben: New York, Paris und London. Auch die „Noris Promenade“ des Nürnberger Komponisten Dieter Wendel wird aufgeführt: ein Spaziergang vorbei an bekannten Gebäuden der Stadt wie der Kaiserburg, St.Lorenz und St.Sebald oder dem Opernhaus.

Der Eintritt zum Konzert kostet zwölf Euro (ermäßigt: acht Euro), der Erlös geht komplett an den WWF. Die Umweltorganisation will mit der Aktion die Bürger dazu aufrufen, im persönlichen Bereich Energie zu sparen und von konventionellem auf Ökostrom umzusteigen.

In der Stadt werden von 20.30 bis 21.30 Uhr insgesamt 54 beleuchtete Gebäude und Stellen abgeschaltet, kündigt Umweltreferent Peter Pluschke an: beispielsweise das Heilig-Geist-Spital, die großen Innenstadtkirchen, die Kaiserburg, der Laufer Schlagturm, das Rathaus, der Schöne Brunnen oder das Nassauer Haus. Pluschke betont, die Beteiligung Nürnbergs an der „Earth Hour“ sei lange vor den Ereignissen in den japanischen Kernkraftwerken geplant worden. Er begrüßte es aber, dass durch die Katastrophe eine Debatte über die künftige Energieversorgung in Gang gekommen sei.

Auch Computer zwischendurch ausschalten!

In Nürnberg habe man zwar schon gute Fortschritte beim Energiesparen im Heizungsbereich gemacht, „aber wir haben immer noch einen steigenden Stromverbrauch, davon müssen wir wegkommen“. Vor dem Konzert der „BlechMafia“ gibt es deshalb am Eingang zum Rathaussaal Informationen über energiesparende Techniken und Geräte. Wichtig ist dem Umweltreferenten vor allem das Energiesparen in der Informations- und Kommunikationstechnik, „also alles, was sich um Computer herum abspielt“. In Deutschland gehen immerhin zehn Prozent des Stromverbrauchs auf diesen Bereich zurück. „Man sollte daran denken, sein Gerät auszuschalten, wenn man es nicht braucht“, so Pluschke.

Mit einem Beispiel lässt sich der hohe Energiebedarf beim Nutzen des PC gut illustrieren: Eine einzige Google-Anfrage verbraucht so viel Strom wie eine Energiesparlampe in einer Stunde.

  




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