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Großer Andrang bei den Laufertorbunker-Führungen

"Wir werden förmlich überrannt" - 05.01. 08:00 Uhr

Nürnberg  - Die traditionellen Januar-Führungen durch die Bunker, in denen die Menschen während des Zweiten Weltkriegs Schutz suchten, erfreuen sich weiter riesiger Beliebtheit: Rund 1150 Menschen besuchten bis gestern den Laufertorbunker am Rathenauplatz.


Dies meldet der Förderverein Nürnberger Felsengänge, der die Führungen veranstaltet und mit der Resonanz hochzufrieden ist. „Wir werden überrannt. Dieser Zuspruch freut uns wahnsinnig. Unter den Besuchern sind neben Zeitzeugen auch Personen aus der näheren Umgebung von Nürnberg“, sagt der beim Förderverein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Oliver Schmidtgen.


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Für tausende Nürnberger war er zu Zeiten der Luftangriffe die letzte Zufluchtsstätte: Der Laufertorkeller. Im Rahmen einer Sonderführung konnte der Bunker nun von Interessierten besichtigt werden.



Wegen des großen Zuspruchs mussste der Verein an den ersten drei Tagen sogar zusätzliche Führungen anbieten; regulär geleiten die Veranstalter die Interessierten ab 11 Uhr im Halbstundentakt durch die unterirdischen Anlagen. Die letzte Führung beginnt eigentlich jeweils um 17 Uhr, doch der Verein versucht, sich flexibel zu zeigen, wenn noch viele Besucher da sind. Noch bis Sonntag, 8. Januar, wird der Rundgang angeboten.

Eintrittskarten gibt es nur vor Ort, und zwar im Laufertorturm. Schmidtgen verweist ausdrücklich darauf, dass Reservierungen per Telefon oder E-Mail nicht möglich sind. Der Verein bittet um Verständnis dafür, dass es angesichts des großen Andrangs immer wieder zu Wartezeiten kommt.

Die Führung beginnt in der Äußeren Laufer Gasse, wo 1943 ein neuer Zugang zu den Kellergewölben geschaffen wurde, die in früheren Jahrhunderten zur Lagerung von Biervorräten dienten.

Unterirdisch bewegen sich die Besucher nordwärts bis unter das Haus Maxtormauer 21 fort, nach Westen dehnt sich der Keller fast bis zur Universität aus. Der Verein bietet die Führungen zum Gedenken an den Bombenangriff auf Nürnberg vom 2. Januar 1945 an.

 



M.P.

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